Sonntag, 20. Oktober 2013

Rezension: Skulduggery Pleasant - Rebellion der Restanten - Derek Landy


Vorab: Auch wenn ich sehr bemüht bin, keine Spoiler in meine Rezensionen einfließen zu lassen, handelt es sich um den 5. Band einer Reihe, sodass ihr Dinge erfahren könntet, von denen ihr, sofern ihr die vorigen Bände noch nicht gelesen habt, noch nichts wisst und wenn ihr die Bücher noch lesen wollt und noch nichts weiter erfahren wollt, kehrt doch lieber zu einem Zeitpunkt zu dieser Rezension zurück, an dem ihr das Buch schon gelesen habt. Sicher ist sicher. ;-)

Ein paar Infos rund ums Buch

Englische Ausgabe: Skulduggery Pleasant – Mortal Coil
Erscheinungsdatum: 4. Oktober 2011
Verlag: Loewe Verlag
Seiten: 512
Gebunden:17,95€
Broschiert: 9,95€
Hörbuch (gekürzt): 22,49€
Teil 5 einer 9-bändigen Reihe, von denen bereits 8 auf Englisch erschienen sind. Band 7 Duell der Dimensionen ist seit dem 9. Oktober auf Deutsch erhältlich.

 
 
 
                                                                                                                                                           

Zum Inhalt

Die Restanten sind los! Weil die Totenbeschwörer herausfinden wollen, ob Walküre ich Messias, der Todbringer ist, soll Solomon Kranz Finbar Wrong mit dem Restanten, der sich im Seelenfänger befindet, infizieren, um aus einer Vision die entsprechenden Informationen zu erhalten. Doch der Restant sieht nur Darquise, die Weltenvernichterin – und nun haben die Restanten ihren Messias gefunden. Der Restant flieht und macht sich daran, seine Brüder und Schwester aus ihrem Gefängnis im Hotel Mitternacht zu befreien, um Darquise zu finden und die Welt ins Chaos zu stürzen.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  
Zum Cover und zur Gestaltung

Das Cover trifft den Nagel auf den Kopf! Es spiegelt das Thema des Buches perfekt wieder!
Wie gewohnt findet sich am Anfang eines jeden Kapitels ein Bild von einem Charakter/Wesen. Das ist immer wieder klasse, besonders, wenn man weiß, wen oder was dieses Bild darstellt.

                                                                                                                                                                           
Meine Meinung zum Buch

Hervorragend, ihr Nekromanten, Gratulation! Wer nicht schon vorher dachte, dass ihr nicht die Intelligentesten seid, der weiß es spätestens jetzt. Wer kommt denn bitte auf die Idee, einen RESTANTEN zu befreien? Ist doch wohl klar, dass der nicht wieder freiwillig zurück in den Seelenfänger geht, sondern lieber draußen frei rumläuft und so viel Böses tut, wie er nur kann … So, nachdem nun klar ist, dass die Totenbeschwörerfraktion nicht die Hellste ist und nachdem auch allen klar sein müsste, dass die Nekromanten lieber die Köpfe in den Sand stecken, als sich ans Sanktuarium zu wenden, ist es mal wieder an Skulduggery, Walküre, Tanith, Grässlich und Fletcher, die Welt zu retten. Doch Walküre hat noch etwas ganz Eigenes, etwas besonders Wichtiges, auf ihrer Agenda. Doch aus Angst sagt sie niemandem ihrer Freunde, was sie vorhat.
Es ist eine Sache, eine Buchreihe mit hohem Niveau zu schreiben, eine andere ist es, dass hohe Niveau mit jedem Band beizubehalten und eine ganz andere ist es, das zu tun, was Derek Landy tut: Das Niveau der Bücher mit jedem Band zu steigern! Rebellion der Restanten unterhält nicht nur, es fesselt dich, ich saß bis spät in die Nacht hinein da und musste einfach weiterlesen, so spannend war es, so actionreich, dramatisch und ängstigend, weil das 5. Buch auch das bislang düsterste der ersten fünf Bände ist, denn die Situation mit den Restanten scheint einfach ausweglos, sodass ich mehrmals dachte „Das ist jetzt aber ganz schön unfair, wie sollen die das denn bitte wieder gradebiegen?“ Man fiebert jede Minute mit Walküre, Skulduggery, Tanith und Co. mit.
Auch weist dieser Band wieder eine emotionale Tiefe auf, wir erfahren so einiges über Walküres intimste, verborgenste Gedanken und Ängste, was ihre einzelnen Entscheidungen noch einmal sehr gut nachvollziehbar macht, allerdings kann ich nicht nachvollziehen, warum sie gegen ein paar ihrer Ängste nicht zumindest mal versucht vorzugehen.
Skulduggery hingegen ist wie gewohnt clever, mutig, sarkastisch, selbstbewusst. In diesem Band erfahren wir interessante Dinge aus Skuludggerys Vergangenheit, zum ersten Mal wird die Gruppierung der „Toten Männer“ erwähnt, die wohl auch in folgenden Bänden eine Rolle spielen wird und über die wir sicherlich noch eine ganze Menge mehr erfahren werden.
Es gibt in diesem Band nur wenige Kapitel, in denen keine oder nur wenig Action vorkommt. Dieses Buch ist so spannend, wendungsreich, fesselnd und düster, dass man sich die Fingernägel abkaut. Die Charaktere befinden sich in permanenter Gefahr, es geschehen furchterregende und schreckliche Dinge, grausame Wahrheiten kommen ans Licht, sodass das Buch nicht einfach nur spannend, sondern auch extrem nervenaufreibend ist, denn gerade wenn du denkst, dass jetzt eine Verschnaufpause kommt, wird alles nur noch dramatischer und schlimmer. In dieser Hinsicht beweist Band 5, dass nicht nur die (Stamm-)Leser mit jedem Band erwachsener werden, sondern auch die Bücher. Erwachsener, aber auch finsterer, dramatischer und gefährlicher.
Natürlich bleiben bei all den Gefahren, die von den Restanten ausgehen, die vielen Kämpfe nicht aus, die wie immer sehr anschaulich dargestellt werden und nicht mal eben einfach so mit ein paar kleinen Sätzen abgehandelt werden. Auch hier haben wir die Liebe zum Detail, denn auch ein kleiner, vielleicht unwichtig erscheinender Kampf findet gebührende Beachtung. Wenn wir zwischenzeitliche in paar ruhigere Kapitel haben, so wird in diesen geplant, Strategien werden entworfen, Pläne wieder verworfen und die Fragen, die wir bei all der Action nicht beantworten konnten, werden thematisiert. Auch lüftet Walküre endlich ein von ihr seit dem 2. Band gehütetes Geheimnis. =)
Gemocht habe ich auch, wie die Fronten der Bösen und der Guten verwischt werden. Die Guten werden durch die Restanten zu den Bösen, die ohnehin schon zu den Bösen zählenden werden noch Blutrünstiger und die Bösen, die nicht besessen sind gehören plötzlich zu den Guten und müssen mit unserem bereits eingeschworenen Team zusammenarbeiten. Aus Freund wird Feind und aus Feind wird Freund.
Durch die wechselnden Perspektiven, die wir in diesem Buch nicht nur zwischen den Guten und den Bösen, sondern auch innerhalb der Gruppe der Guten haben, erfahren wir mehr über die Charaktere, die uns bereits einige Bände begleiten und es bahnt sich eine weitere kleine Liebesgeschichte an. =)
Skulduggery Pleasant – Rebellion der Restanten endet zwar nicht mit einem Cliffhanger, aber das Ende wirft eine ganze Menge Fragen auf und am liebsten möchte man sofort den nächsten Band lesen. Zeichnet sowas nicht auch eine gute Reihe aus? ;-)  

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Bewertung/Fazit

Skulduggery Pleasant – Rebellion der Restanten überzeugt durch seine Spannung, die Action und ganz besonders durch den düsteren Ton des Buches. Der fünfte Band entsetzt, schockiert und wirkt richtig gehend unheimlich, vor allem weil man ab Mitte des Buches nicht mehr genau weiß, wem man noch trauen darf und wem nicht. Zudem werden interessante Handlungsstränge eingeführt, die sicherlich in Band 6 Die Passage der Totenbeschwörer wieder aufgegriffen werden. Noch mal, diese Reihe ist wirklich gut geplant, Band für Band, für Band.
Skulduggery Pleasant – Rebellion der Restanten bekommt 5 von 5 Herzen.
 

Samstag, 12. Oktober 2013

Rezension: Skulduggery Pleasant - Sabotage im Sanktuarium von Derek Landy

Vorab: Auch wenn ich sehr bemüht bin, keine Spoiler in meine Rezensionen einfließen zu lassen, handelt es sich um den 4. Band einer Reihe, sodass ihr Dinge erfahren könntet, von denen ihr, sofern ihr die vorigen Bände noch nicht gelesen habt, noch nichts wisst und wenn ihr die Bücher noch lesen wollt und noch nichts weiter erfahren wollt, kehrt doch lieber zu einem Zeitpunkt zu dieser Rezension zurück, an dem ihr das Buch schon gelesen habt. Sicher ist sicher. ;-)
                                                                                                                         

Ein paar Infos rund ums Buch

Englische Ausgabe: Skulduggery Pleasant – Dark Days
Erscheinungsdatum: 15. September 2010
Verlag: Loewe Verlag
Seitenzahl: 384
Gebunden: 16,90€
Broschiert: 9,95€
Hörbuch (gekürzt): 14,95€
Teil 4 einer 9-bändigen Reihe, von denen bereits 8 auf Englisch erschienen sind. Band 7 Duell der Dimensionen erscheint im Oktober auf Deutsch.






                                                                                                                         

Zum Inhalt

Clement Skarabäus wird nach 200 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen und sinnt auf Rache. Zusammen mit einigen uns bereits bekannten und von uns geliebten oder auch gehassten Bösewichten gründet er den Club der Rächer und der Name ist Programm. Sie wollen sich an allen rächen, die ihnen Unrecht getan haben und ihnen in die Quere gekommen sind. Na, irgendwelche Ideen, wer da ganz oben auf der Abschussliste stehen könnte? ;-) Um ihre Rache zu bekommen, stehlen sie einen Seelenfänger aus dem Tempel der Totenbeschwörer, in welchen sie einen der Restanten aus dem Hotel Mitternacht einsperren wollen sowie die Desolationsmaschine, eine Bombe, die jedoch funktionsuntüchtig ist. Was sie damit wohl vorhaben?
Derweil gelingt es Walküre endlich nach fast einem geschlagenen Jahr endlich, Skulduggerys echten Kopf ausfindig zu machen, den Fletcher dazu benutzen kann, ein Portal zu Skulduggery zu öffnen, durch das Walküre ihn zurückholen kann. Dumm nur, dass das irische Sanktuarium schneller war und Thurid Guild den Versuch, Skulduggery zurück zu holen, unter Strafe gestellt hat …
Zur gleichen Zeit schlagen die Sensitiven Alarm. Sie alle haben Visionen von jemandem namens Darquise, die die Welt in Schutt und Asche verwandelt …
Es sieht ganz so aus, als müssten Skulduggery und Walküre an mehreren Fronten kämpfen, um wieder einmal die Welt zu retten und selbst wenn das geschafft ist, steht schon das nächste Übel in den Startlöchern.
                                                                                                                         

Zum Cover und zur Gestaltung

Das Cover passt mal wieder wie die Faust aufs Auge! Ich finde es so super, dass immer eine Szene dargestellt wird, die irgendwann im Buch vorkommt. Es sind nicht nur ausgesprochen schöne Cover, sondern auch noch ausgesprochen passende. Es gibt mittlerweile so viele Cover, die zwar wirklich schön sind, die aber nicht so dermaßen gut zum Inhalt des Buches passen wie die der Skulduggery Pleasant Reihe. Ein Glück, dass die Cover vom Loewe Verlag so übernommen werden. J
Wie gewohnt findet sich am Anfang eines jeden Kapitels ein Bild von einem Charakter/Wesen. Das ist immer wieder klasse, besonders, wenn man weiß, wen oder was dieses Bild darstellt.
                                                                                                                         

Meine Meinung zum Buch

Bibbern und Bangen. Das beschreibt diesen Band ziemlich gut, denn kaum ist die eine Katastrophe abgewendet klopft schon die nächste an der Tür. In Band vier der Skulduggery Pleasant Reihe geht es so ziemlich jedem Charakter ans Leder, einfach jeder steht auf der Abschussliste und ist in Gefahr. Das macht dieses Abenteuer unserer Helden und Freunde umso spannender. Aber nicht nur Tanith, Fletcher, Grässlich, Skulduggery und Walküre sind in Gefahr, zum ersten Mal steht auch das Leben von Personen auf dem Spiel, die von der magischen Welt nichts wissen: die ganz gewöhnlichen Sterblichen. Dadurch wird die Aufgabe, die unsere Freunde zu bewältigen haben, nur noch kniffliger, denn wie soll man mit Magie gegen Magier kämpfen, ohne das die Sterblichen in unmittelbarer Nähe Wind davon bekommen? Dementsprechend ist es klar, dass es diesem Band nicht an Action mangelt, wobei wir auch bei der Gewalt eine Steigerung von Band zu Band haben, denn es wird gebissen, geprügelt, Knochen brechen während des Kampfes … Kernspeckle Grouse hat wirklich reichlich zu tun, unsere Helden wieder zusammenzuflicken.
Fletcher erweist sich in diesem Band als ein unerlässlicher und wirklich praktischer Teil der Gruppe. Im letzten Band noch ein total arroganter und nerviger Grünschnabel ist er in diesem Band … Na ja, er ist zumindest nicht mehr so großkotzig arrogant.
Und auch in diesem Band merken wir, wie großartig die Inhalte der einzelnen Bände miteinander verbunden sind, wenn Darquise eingeführt wird, denn es gibt ein Ereignis im ersten Band, dass in einem kurzen (Neben-)Satz erwähnt wird, dass aber für diesen vierten (!) Band eine ganz große Bedeutung hat und es ist unglaublich zu sehen, wie genau das von Vornerein geplant war.
Nicht nur, dass Band 4 alles hat, was wir bisher von Skulduggery Pleasant gewohnt sind, Spannung, Action, Humor, nein, dieser Band zeigt eine emotionale Tiefe, wir erfahren Dinge über Skulduggery und seine Entscheidungen, bzw. seine Meinung über gefällte Kriegsentscheidungen, mit denen wir guten Gewissens nicht einverstanden sein können, und somit erfahren wir auch etwas über die Dinge, die unser sonst so beinhart erscheinende Skelettdetektiv bereut. Das lässt ihn von Band zu Band mehr in einem anderen Licht erscheinen, er wird für mich ein noch runderer Charakter, wenn wir auch mehr über seine „Schattenseiten“ wissen.
Walküre erscheint zu Anfang des Buches sehr hart, weil sie alles daran setzt, Skulduggery zurück zu bringen und elf Monate ihre gesamte Zeit und all ihre Energie darauf konzentriert hat. Aber daran merkt man, dass er ihr wirklich viel bedeutet. Als Mentor. Als Partner. Als ihr bester Freund. Jedoch lässt ihre Zielstrebigkeit, die man schon fast mit Besessenheit gleichsetzen kann, sie hart wirken, abweisender gegenüber Fletcher und den anderen. Aber dies wirkt nur anfangs so. Auch wenn es nur in einer Unterhaltung zwischen Walküre und Skulduggery relativ kurz thematisiert wird, denke ich, dass Walküres Tötenbeschwörer-Ring und ihre damit einhergehende neue Kraftquelle noch in Folgebänden Schwierigkeiten machen oder zumindest zum Thema gemacht werden, denn wie Skulduggery im Gespräch mit ihr sagte, ist es schwer, sich von so viel Macht zu trennen. In dieser Situation macht er den Eindruck, als wüsste er GANZ GENAU, wovon er da spricht.
Band 4 endet auch ähnlich wie Band 3, vielleicht nicht mit einem Cliffhanger, aber mit einem Kracher, der dich dasitzen und „Ach du Sch….“ denken lässt. Also los, schnappt euch Band 5, die Rebellion der Restanten! =)
                                                                                                                         

Bewertung/Fazit

Der vierte Band setzt da an, wo der dritte aufgehört hat und geht spannungsgeladen in die nächste Runde. Er hat alles, was wir bisher von Skulduggery Pleasant kennen und erwarten: Action, Spannung und trockener, sarkastischer Humor. Sabotage im Sanktuarium steht seinen Vorgängern also in nichts nach.
Es ist wirklich bemerkenswert, wie die einzelnen, an sich ja abgeschlossenen Geschehnisse der Vorläuferbände alle miteinander verbunden sind. Da, wo andere Autoren Fehler in ihre eigenen Geschichten basteln, behält Derek Landy den Überblick und begeistert den Leser mit einem weiteren spannenden Band, bei dem der Leser wieder einmal Tränen vergießen muss und zwar vor lauter lachen, denn die Diskussionen zwischen Skulduggery und Walküre sind mal wieder zum sich-auf-den-Boden-kugeln.
Somit bekommt Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium 4 von 5 Herzen.

 

Dienstag, 1. Oktober 2013

Rezension: Die Gilde der Schwarzen Magier - Die Meisterin - Trudi Canavan


Ein paar Infos rund ums Buch

Originaltitel: The High Lord
Erscheinungsdatum: 7. August 2006
Verlag: cbt, blanvalet
Taschenbuch: 9,95€
kindle Edition: 8,99€
Hörbuch (gekürzt): 24,95€






                                                                                                                                                           

Zum Inhalt

Auch wenn Sonea seit ihrem Eintritt in die Magiergilde viel gelernt hat, so gibt es einiges, von dem sie sich wünscht, sie hätte es niemals erfahren. Dinge, die sie im unterirdischen Gewölbe der Residenz des Hohen Lords Akkarin mit eigenen Augen gesehen hat. Was ist Sonea bereit zum Schutze Kyralias, der Gilde, der Menschen, die sie liebt, zu tun? Wäre sie bereit, eines der wichtigsten Gesetze der Gilde zu brechen?
                                                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

Erst mal finde ich, dass eine einfache Übersetzung des Originaltitels besser zum Inhalt gepasst hätte, als Die Meisterin. Wenn überhaupt passt der deutsche Titel eher zum Ende als zum Großteil des Buches, da es hier mehr um Akkarin, seine Vergangenheit und die schwarze Magie geht.
Übrigens wird in der gesamten Trilogie nicht klar, warum der Beititel Die Gilde der Schwarzen Magier lautet. Im Original heißt diese Trilogie zwar auch The Black Magician Trilogy, aber warum es gerade schwarze Magie ist wird nicht richtig deutlich. Wegen des Hohen Lords, der das Oberhaupt der Gilde bildet? Oder wegen der Vergangenheit der Gilde, was meiner Meinung nach eher zutrifft, aber dazu muss man Magie gelesen haben und die Vorgeschichte zur Trilogie erschien ja erst nachdem alle drei Bände veröffentlicht wurden.
Ich hätte gedacht, der letzte Band der Trilogie wird noch mal ein richtiger Kracher und tritt mit einem Trommelwirbel ab. Tatsächlich fand ich ihn aber ziemlich langatmig bei wenig Handlung. Erst ab Mitte des Buches geht es richtig los, dafür zieht der Anfang sich und bei so mancher Szene habe ich mich gefragt, ob man das nicht auch hätte weglassen oder zumindest kürzer hätte fassen können. Lange Bücher sind toll, aber dann auch bitte mit Handlung und nicht nur Länge um der Länge Willen.
Dieses Buch beinhaltet auch eine Liebesgeschichte. War ja irgendwie zu erwarten und anscheinend auch unvermeidlich. Mich hat sie nicht gestört, ich wäre aber auch gut ohne Liebesgeschichte ausgekommen. Positiv ist, dass sich die Liebesgeschichte nicht total aufdringlich in den Vordergrund gedrängt hat und es plötzlich nur noch darum ging. Auch wirkte die Liebesgeschichte dadurch sympathischer, reiner, unschuldiger.
Gegen Ende des Buches, je weiter wir auf das Finale zusteuerten, desto straffer wurde auch die Handlung und die Szenen bei denen ich dachte „Weg oder kürzer“ verschwanden vollends.
Auch dieses Buch war spannend, aber es zog sich. Am Anfang sehr und zwischendurch, nachdem die Handlung dann doch mehr ins Rollen gebracht worden war, wieder. Dennoch hat es viel Spaß gemacht, es zu lesen. Zwar hatte ich nicht ganz so viel Spaß wie noch bei Die Novizin aber dennoch wurde ich mitgerissen von der Spannung und dem Wunsch, alles möge gut ausgehen.
                                                                                                                                                         

Bewertung/Fazit

Spannen. Mitreißend. Ein logischer, passender und durchaus guter Schluss, allerdings nicht ganz der krachende, phänomenale Abschluss, den ich mir erhofft habe. Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Herzen an Die Meisterin.
 

Lesemonat September


Die Tage des Septembers sind gezählt, das Jahr schreitet großen Schrittes seinem Ende entgegen und hey, bald ist auch schon wieder Weihnachten. Die Zeit vergeht doch ganz schön schnell …
Der September stand für mich im Zeichen der Hausarbeiten und Prüfungen, sodass ich nicht so viel zum Lesen gekommen bin, wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch habe ich ganze 6 Bücher gelesen und ein Hörbuch gehört, was mich in der Rückschau positiv überrascht (ich hatte drei Bücher im Kopf) zwei davon für ein anstehendes Blockseminar, aber da mir die Bücher gefallen haben und ich eines davon bereits auf Deutsch gelesen habe und das andere schon länger lesen wollte, zähle ich sie einfach mal dazu. ;-)
Insgesamt habe ich somit 1872 wundervolle Seiten gelesen, was 312 pro Buch entsprechen würde und ungefähr 62 Seiten pro Tag.


Gelesen  und gehört habe ich diesen Monat:
1.
Tanith Low – The Maleficent Seven – Derek Landy
2.
Skulduggery Pleasant – Last Stand of Dead Men – Derek Landy
3. Der Augensammler – Sebastian Fitzek
4. Robinson Crusoe – Daniel Defoe
5.
Lord of the Flies – William Golding
6.
Sonea – Die Hüterin – Trudi Canavan
7. Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand

Dafür, dass ich das Gefühl hatte, nicht so viel zum Lesen gekommen zu sein, sind umso mehr neue Bücher in meine Bücherregale eingezogen – was auch an meinem Geburtstag gelegen hat.
Die neuen Bewohner meiner Regale sind:
1.   Skulduggery Pleasant – Last Stand of Dead Men – Derek Landy
2.   Night School – Du darfst keinem trauen – C.J. Daugherty
3.   Night School – Der den Zweifel sät – C.J. Daugherty
4.   
Legend – Marie Lu
5.   The future of us – Jay Asher und Carolyn Mackler
6.   Forever in Blue – The fourth summer of the sisterhood – Ann Brashares
7.   House of Night – Geweckt – P.C. und Kristin Cast
8.   House of Night – Destined – P.C. und Kristin Cast
9.   Robinson Crusoe – Daniel Defoe
10.
Lord of the flies – William Golding
11. Awaken – Katie Kacvinsky
12. Skulduggery Pleasant – Der Gentleman mit der Feuerhand (Hörbuch) gelesen von Rainer Strecker
Die Highlights des Monats waren für mich als eingefleischten Skulduggery Pleasant Fan Tanith Low – The Maleficent Seven und Skulduggery Pleasant – Last Stand of Dead Men von Derek Landy. Beide Bücher waren mal wieder großartig, besonders Last Stand of Dead Men. Ich habe gelacht, ich habe mich aufgeregt, ich wurde entsetzt, ich habe geweint und ich habe stellenweise den Autor verflucht (alles, was er laut eigener Aussagen für seine Leser geplant hat). Es ist ein Meisterstück und Goldstück der Reihe. Schade nur, dass es der vorletzte Band ist … L
Alle anderen Bücher waren ebenfalls gut, reichten aber nicht an Skulduggery heran. Jedoch war ich vom Hörbuch etwas enttäuscht. Ich wusste zwar, dass es ein gekürztes Buch ist und auch beim zweiten Mal hören finde ich es immer noch gut gekürzt und nicht total verstümmelt, aber einige Stellen sind grotesk gekürzt worden, sodass a) der Witz verloren geht und man b) überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum Stephanie beispielsweise ein Problem mit Skulduggerys Ersatzwagen hat, weil dessen Beschreibung fehlt. Wodurch, wie gesagt, der Witz der Situation und der Konversation verloren geht. Auch wurde ein Dialog, den ich sehr mag, herausgeschnitten. Das ist allerdings nur ne persönliche Vorliebe gewesen, natürlich kann man es bei Kürzungen nicht allen Recht machen. Schwierig ist auch, dass bei der Lesart von Rainer Strecker einige Stellen, die, wenn man Das Buch selber liest, wirklich lustig sind nicht so rüberkommen. Das ist wirklich schade, allerdings dürfte es auch schwierig sein, gerade bei diesem Buch jeden Witz und den Sarkasmus korrekt rüberzubringen. Dennoch ist es ein schönes Hörbuch, allerdings empfehle ich es eher als Ergänzung zum Buch, wenn ihr die Kürzungen ertragen könnt und gerne was zum Einschlafen oder unterwegs über den MP3-Player hört.

Was habt ihr diesen Monat so gelesen?

Herzliche Buchgrüße,
                               Mary