Dienstag, 26. November 2013

Film vs. Buch: Der Hobbit

Was gibt es für den Bücherfreund schöneres, worüber können wir uns stundenlang aufregen? Genau! BUCHVERFILMUNGEN! =)
Bald kommt der zweite Teil von Der Hobbit in die Kinos und ich habe kürzlich den 1. Teil auf DVD gesehen und das zum Anlass genommen, Film und Buch miteinander zu vergleichen.
Zu meiner Vorgehensweise:
Ich werde Film und Buch auf einer inhaltlichen Basis gegenüberstellen. Das bedeutet, dass mein Augenmerk darauf liegt, wie nah am Buch der Film ist. Heißt: Wurde etwas weglassen? Wurden Elemente hinzugefügt, die im Buch nicht vorkamen? Gibt es etwas, das total anders ist, als in der Buchvorlage? Und: Wurden für Szenen Dialoge wortwörtlich aus dem Buch übernommen?
Was ich nicht tun werde, ist, mich über die schauspielerischen Fähigkeiten der Schauspieler auszulassen, da ich selber keine Schauspielerin bin und mir daher kein Urteil darüber erlauben will – außer, wenn z.B. bei einer emotionalen Szene gar keine Emotionen rübergekommen sind. Ich werde auch nichts über das Aussehen der Schauspieler sagen, ob sie meinen Vorstellungen der Figuren entsprechen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass sich jeder Leser eine andere Vorstellung der Charaktere macht und das deshalb wirklich schlecht zu bewerten ist.
Film und Buch sind zwei verschiedene Medien, das Buch hat die Möglichkeit, die Umgebung, die Gedanken, Gefühle und die Vorgänge im Inneren der Charaktere beschreibend darzustellen, während der Film uns all das, was das Buch uns mit Worten vermittelt, nur zeigen kann. Deshalb werde ich nicht bewerten, wie etwas dargestellt wurde, sondern nur was.

Der kleine Hobbit (Buch)

Der Hobbit Eine unerwartete Reise (Film)

Bilbo Beutlin, ein angesehener Hobbit, lässt sich in ein Abenteuer verwickeln, das Hobbitvorstellungen bei weitem übersteigt. Nicht nur, dass er sich auf eine Reise von Jahresdauer begibt, er lässt sich sogar vom Zwergenkönig Thorin Eichenschild und seinen Genossen als Meisterdieb unter Vertrag nehmen und verpflichtet sich den Zwergen bei der Rückgewinnung ihres geraubten Schatzes zu helfen…

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise ist der erste Teil der Filmtrilogie nach dem Buch Der Hobbit von J.R.R. Tolkien und zeigt Bilbo Beutlin mit Zauberer Gandalf und 13 Zwergen auf ihrer epischen Mission, das verlorene Zwergenreich Erebor vom fürchterlichen Drachen Smaug zurückzuerobern. Auf ihrer Reise durchqueren sie die Wildnis, eine von Orks, tödlichen Wargen und dem unheimlichen Nekromanten bevölkerte, höchst gefährliche Landschaft. Dabei entdeckt der bescheidene Bilbo Beutlin nicht nur, welch ungeahnter Scharfsinn und Mut in ihm stecken, sondern er gelangt auch in den Besitz eines „Schatzes“: Dieser Ring ist so untrennbar mit dem Schicksal von Mittelerde verbunden, wie Bilbo es sich nicht einmal vorstellen kann.

Erfreuliche Nachrichten für alle, die sich Verfilmungen wünschen, die nah am Buch sind: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise ist eine! *jubel*
Der Film ist wirklich nah am Buch, was die Handlung und ihren Ablauf betrifft, einige Lieder und Rätsel sowie Dialoge sind wortwörtlich übernommen wurden, was ich sehr schön fand und was man auch sofort gemerkt hat, wenn man die Sätze gehört hat. Da wird man gleich ans Buch und ans erste Lesen dieser Worte erinnert. =)
Verständlicherweise lief aber auch nicht alles genau nach Vorlage. So wird Bilbo im Buch von Gandalf losgeschickt, den Zwergen hinterherzurennen, während er im Film bereits mit den Zwergen losgezogen ist und Bilbo aus eigenem Antrieb, um dieses Abenteuer zu erleben, hinterherrennt. Aber wie ihr seht, handelt es sich hier um eine Kleinigkeit, an der man sich aufhängen kann, wenn man alles 100%-ig und ganz genau haben will.
Was mich mehr gestört hat ist, dass Bilbo im Film wesentlich mutiger ist als im Buch. Es stört mich deshalb, weil Bilbo im Verlauf des Buches, im Verlauf seiner Reise über sich hinauswächst und mutiger wird und es nicht gleich von Anfang an ist. Ich mochte Bilbos Entwicklung im Buch was das betrifft sehr, weswegen es schade ist, dass das im Film nicht so rüberkommt. Obwohl sein Mut für die spannenden Actionszenen natürlich essentiell war. ;-)
Die Begegnung mit den Trollen war im Buch auch anders, aber ich bin mit der Umsetzung im Film sehr zufrieden, denn die Szene war im Film einfach viel, viel lustiger als im Buch, ich habe mich hervorragend amüsiert. :D
Da ein Buch nicht 1:1 übernommen werden kann, gab’s auch bei dieser Umsetzung Auslassungen sowie Ereignisse, die vermischt wurden. Schade war allerdings, dass es auch Szenen gab, die hinzugedichtet wurden, beispielsweise Begegnungen mit Personen, die im Buch überhaupt nicht vorkamen. Das ist deshalb schade, weil der Film diese Szenen meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte, um überzeugen zu können.
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise ist sowohl ein toller Film, als auch eine tolle Buchverfilmung. Nah am Buch, unterhaltsam, spannend, wobei ich von ein paar Menschen gehört habe, dass ihnen ein paar weitere Actionszenen gefehlt haben, die jedoch der Teil des Buches einfach nicht hergegeben hat.
Ich bin schon gespannt darauf, welche Inhalte die nächste beiden Teile haben werden, da dieser Film bereits rund die Hälfte des Buches umfasst und ich von Anfang an der Meinung war, dass man dieses Buch nicht in drei Filmen aufgeteilt darstellen muss. Ich bin aber auch gerne bereit, mich von den Filmen eines Besseren belehren zu lassen. ;-)
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise schneidet im Vergleich mit dem Buch sehr gut ab und erhält von mir 4 von 5 Herzen.

Rezension: Das verbotene Eden - Logan und Gwen von Thomas Thiemeyer

Vorab: Auch wenn ich sehr bemüht bin, keine Spoiler in meine Rezensionen einfließen zu lassen, handelt es sich um den 2. Band einer Trilogie, sodass ihr Dinge erfahren könntet, von denen ihr, sofern ihr den ersten Band noch nicht gelesen habt, noch nichts wisst und wenn ihr die Bücher noch lesen wollt und noch nichts weiter erfahren wollt, kehrt doch lieber zu einem Zeitpunkt zu dieser Rezension zurück, an dem ihr das Buch schon gelesen habt. Sicher ist sicher. ;-)

                                                                                                                                                           

Ein paar Infos rund ums Buch


Erscheinungsdatum: September 2012
Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 464
Gebunden: 16,99€
kindle: 14,99€

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                         

Zum Inhalt

Wo Männer und Frauen sich hassen, ist Liebe tödlich.
Seit Juna aus dem Land der Frauen geflohen ist – mit einem Mann -, fühlt sich die junge Heilerin Gwen einsam und nichtswürdig. Sie schließt sich einem Spähtrupp an, der durch verlassene U-Bahn-Schächte in die Stadt der Männer vordringen soll. Doch der Einsatz scheitert grausam, und Gwen fällt in die Hände des jungen Kämpfers Logan, der sie als Sklavin verkaufen will. Logan aber hat die Rechnung ohne seine Gefühle gemacht – und setzt damit Ereignisse in Gang, die das Ende beider Welten bedeuten könnten …
                                                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

Der zweite Band der Das verbotene Eden Trilogie hat mir schon besser gefallen als der Erste. Wie ich es mir gewünscht habe, wurde das Virus hier öfter thematisiert und der Hass zwischen Männern und Frauen von mehreren Seiten als Krankheit anerkannt. Das war es aber leider auch schon, denn noch mehr über den Virus erfahren wir leider nicht. Hoffentlich werden wir das im abschließenden dritten Band, denn Magda und Ben sind ja schon um einiges älter als unsere jungen Protagonisten, aber die auf dem Cover dargestellten sehen aus, als entsprächen sie dem Alter der anderen Hauptcharaktere. Deswegen (ich habe mich noch nicht über Band 3 informiert), hoffe ich, dass wir in Rückblenden mehr über den Zusammenbruch der einstigen Gesellschaft und somit auch über die Ausmaße und Anfänge des Virus erfahren.
Auch bei diesem Band war es so, dass ich mich beim Lesen aufgeregt habe und über die Charaktere und ihr Verhalten sowie ihre Äußerungen geschimpft habe, was mir das Lesevergnügen noch mal versüßt hat. Wie sich da die Wahrheit zurechtgelegt und selbige verdreht wurde, unglaublich. Besonders habe ich mich über Cedric aufregen können, denn einige Sachen waren mir auch unverständlich. Denn dafür, dass Frauen Hexen/der Teufel/Abschaum/nur als Dienerinnen/vielleicht als Brutkästen geeignet sind und dem Mann ja sowieso in allem unterlegen sind und sich diesem unterzuordnen haben (übrigens ein höchst mittelalterliches Frauenbild), ist es für mich unlogisch, dass Cedric, der sich generell wie ein 4-jähriger benimmt, der seinen Willen nicht kriegt, aber unbedingt durchsetzen will, so ein Trara macht und Gwen unbedingt als seine Braut will! Ist bei dem die Krankheit schon abgeflaut, oder was?
Dieser Band konzentriert sich mehr auf die Gesellschaft der Männer, da es im 1. Band ja, bis auf die Szenen aus dem Kloster, um die Gesellschaft der Frauen ging. Somit erfahren wir mehr über das Clansystem und die Rangordnung bei den Clans und wie diese festgelegt wird.
Interessant war, dass es zwischendurch ein paar Infos zu David und Juna gab, aber sie selbst nicht weiter vorkamen, was ich sehr gelungen fand, denn so waren sie nicht vollkommen aus den Augen aus dem Sinn ohne sich in den Vordergrund zu drängen, denn es geht ja, wie der Titel schon sagt, um Logan und Gwen.
Vom Ende war ich ehrlich gesagt überrascht. Ich hätte nicht erwartet, dass Thomas Thiemeyer so ein Ende wählen würde, denn Das verbotene Eden – Logan und Gwen endet dramatischer und spannender als Das verbotene Eden – David und Juna. Ich würde euch also empfehlen, gleich Das verbotene Eden – Magda und Ben mitzukaufen, denn sonst geht es euch wie mir: Ihr klappt Band 2 zu und würdet nur zu gerne Band 3 aufklappen und weiterlesen, aber ihr könnt nicht. Man kann den Cliffhanger überleben, aber man wüsste eben nur zu gerne, wie es weitergeht.
Die Hauptpersonen mochte ich lieber als David und Juna. Vor allem an Gwen hat mir gefallen, dass sie während der Geschichte wächst. Erst ist sie unsicher, wütend, verletzt und gibt sich selbst die Schuld an Junas Fortgang, was sie dazu veranlasst, sich unbedingt selbst etwas beweisen zu wollen. Von einer schwachen, unsicheren jungen Frau entwickelt sie sich zu einer selbstbewussteren, starken jungen Frau, die Juna und ihre Entscheidungen zu verstehen lernt, sie nachvollziehen kann und noch viel wichtiger: Sie scheint ihren Frieden mit Juna gemacht zu haben und freut sich für sie.
An Logan hat mir besonders gut gefallen, dass er hart, aber herzlich ist. Wenn es drauf ankommt, ist er der starke, harte Kerl, aber im Umgang mit seiner Familie ist er sehr herzlich, besonders wenn es um seinen Bruder Dachs geht.
Auch einige andere Charaktere wandeln sich, indem sie sich von ihren starren Ansichten lösen und lernen, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Etwas, das andere wohl nie lernen werden.
Daher fand ich die Liebesgeschichte zwischen Logan und Gwen greifbarer und nachvollziehbarer als in David und Juna. Nicht nur zwischen Logan und Gwen entwickeln sich starke Gefühle, auch Logans Familie und Gwen legen ihren Hass füreinander ad acta und manchmal wirkt ihr Zusammenleben fast schon wie eine normale kleine Familie. Das ist besonders unter dem Gesichtspunkt, dass das Virus seine Wirkung verliert, logisch und lässt ein baldiges normales Zusammenleben von Männern und Frauen (vielleicht zumindest in Anfängen für das Ende von Band 3?) wahrscheinlich erscheinen.
Auch in diesem Band ist der Erzählstil und die Schreibweise leicht, locker und fließend. Die Seiten fliegen nur so dahin und wir haben viele spannende Situationen, in denen Logan und Gwen sich befinden und das gleich zu Anfang, sodass dieser Band gleich einen spannenden Einstieg liefert.
                                                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Ja, Band 2 war definitiv besser als Band 1, genau das, was ich mir erhofft hatte. Ich freue mich darauf, Band 3 zu lesen, denn Das verbotene Eden – Logan und Gwen macht Lust auf mehr. Die Liebesgeschichte ist nicht zu abgehoben, bleibt realistisch, ist nicht kitschig und drängt sich nicht in den Vordergrund. Die Waagschalen zwischen der Liebesgeschichte und den Actionszenen sowie den weniger actionreichen Szenen hält sich gekonnt die Waagschalle.
Das verbotene Eden – Logan und Gwen erhält von mir *Trommelwirbel* 4 von 5 Herzen!



Rezension: Skulduggery Pleasant - Last Stand of Dead Men von Derek Landy

Vorab: Auch wenn ich sehr bemüht bin, keine Spoiler in meine Rezensionen einfließen zu lassen, handelt es sich um den 8. Band einer Reihe, sodass ihr Dinge erfahren könntet, von denen ihr, sofern ihr die vorigen Bände noch nicht gelesen habt, noch nichts wisst und wenn ihr die Bücher noch lesen wollt und noch nichts weiter erfahren wollt, kehrt doch lieber zu einem Zeitpunkt zu dieser Rezension zurück, an dem ihr das Buch schon gelesen habt. Sicher ist sicher. ;-)
                                                                                                                                                          

Ein paar Infos rund ums Buch

Englische Ausgabe:
Erscheinungsdatum: 29. August 2013
Seitenzahl: 608 Seiten
Gebunden: 17,30€
Taschenbuch: 12,95€
kindle Edition: 10,33€
Teil 8 der Skulduggery Pleasant Serie, wird auf Deutsch wahrscheinlich im Oktober 2014 im Loewe Verlag erscheinen, da Last Stand of Dead Men bisher nur auf Englisch erschienen ist.
Der deutsche Titel ist nun bekannt und wird DIE RÜCKKEHR DER TOTEN MÄNNER lauten.







                                                                                                                                                          

Zum Inhalt

Wir befinden uns im Krieg. Aber nicht im Krieg zwischen Magiern und Sterblichen, Gut gegen Böse oder Licht gegen Dunkelheit. Nein, es herrscht Krieg zwischen Sanktuarien. Und (fast) alle haben es auf Irland abgesehen. Viel zu lange war Irland der Fokus magischer Katastrophen weltzerstörerischen Ausmaßes. Serpine. Baron Vengeous. Die Diablerie. Die Gesichtslosen. Die Zerstörung des Dubliner Sanktuariums. Der Älteste, der selber Dreck am Stecken hatte. Die Restanten, die freikamen und ihr zerstörerisches, mordendes Unwesen trieben. Die Totenbeschwörer und ihr Messias, der Todbringer. Lord Vile und Darquise. Die Sanktuarien der anderen Länder haben genug und wollen die Kontrolle über Irland – zum Schutze aller – übernehmen. Freunde und Verbündete werden nun zu Feinden und erbitterten Gegenspielern, die über Leichen gehen. Skulduggery und Walküre müssen sich mit den restlichen Mitgliedern der „Toten Männer“ zusammenschließen, um eine Chance zu haben, das Machtgleichgewicht beizubehalten und Irlands Autonomie zu erhalten. Dabei erfahren sie alles über eine Verschwörung, die schon seit hundert Jahren im Gang ist.
Doch der Krieg zwischen den Sanktuarien ist nicht der Einzige. Walküre kämpft mit sich selbst, mit Darquise, ihrer immens mächtigen dunklen Seite. Darquise ist dabei, an die Oberfläche zu gelangen und wenn Walküre ihr nur noch einmal die Kontrolle überlässt, könnte es für immer sein und dann wird Darquise die Welt und alle die auf ihr leben vernichten.
                                                                                                                                                          

Zum Cover und zur Gestaltung

Mein Lieblingscover der Reihe war bisher das vom 6. Band Death Bringer/Passa der Totenbeschwörer. Das wurde nun offiziell von DIESEM Cover auf Platz 2 verdrängt. Es ist so EPISCH, beim ersten Mal betrachten auf Derek Landys Blog blieb mir die Luft weg.
Wie gewohnt findet sich am Anfang eines jeden Kapitels ein Bild von einem Charakter/Wesen. Das ist immer wieder klasse, besonders, wenn man weiß, wen oder was dieses Bild darstellt.
                                                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

OH MEIN GOTT!!! Dieses Buch ist ein einziger Adrenalinrausch! Das Buch started mit Action und endet damit, man wird fast sofort in die Kampfhandlungen geworfen, ohne große Vorwarnung und Vorrede. Denn schließlich herrscht Krieg. Krieg zwischen Sanktuarien. Und (fast) alle stehen gegen Irland.
Darquise ist auch wieder mal ein Thema, denn wenn Walküre Darquise noch einmal ans Steuer lässt, wird es womöglich für immer sein, allerdings hat man auch nach Band 8 keinen Schimmer, warum sie ihre eigene Familie umbringen wollen sollte. Aber die dunkle Wolke Darquise, die sich im 6. Band vor die Sonne geschoben hat, hat sich ausgebreitet. Und sie geht nicht mehr weg. Und Darquise regnet auf die Erde nieder.
Wer schon immer wissen wollte, ob seine Theorien über den mysteriösen Mann mit den goldenen Augen stimmen – in Buch 8 werden wir mit Informationen über eine Verschwörung, die schon hunderte von Jahren in Planung ist, geradezu zugeschüttet – da kann einem schon mal der Kopf rauchen.
Spiegelbildtheoretiker aufgepasst! Nach den Ereignissen im 7. Buch musste es (oder sie?) natürlich eine größere Rolle spielen und das tut es/sie. Ich kann nur sagen Whoa. Ich hab’s gewusst, ich hab’s gewusst und doch weiß ich am Ende des Buches nicht, wo ich das Spiegelbild hinstecken soll. Ich verabscheue es für das, was es im 7. Buch getan hat und dafür, wie es im 8. Band damit umgeht und es rechtfertigt und dafür, dass es Valküre für so schlecht und egoistisch hält, ist es meiner Meinung nach selber auch nicht besser!
Die Toten Männer kommen wieder zusammen, etwas, worauf wir uns wohl alle seit der erstmaligen Erwähnung dieser Gruppe gefreut haben und worauf wir mit Spannung gewartet haben. Es ist eine tolle Truppe. Sie stehen zusammen, sie fallen zusammen. Bad Boys fürs Leben. Ääääh … Und sie tragen eine coole Kampfmontur. Nein, keine Anzüge. ;-) Skulduggery trägt etwas anderes als einen Anzug. DAS hätte ich NIEMALS erwartet.
Skulduggery Pleasant Last Stand of Dead Men ist das wohl düsterste und gewalttätigste Buch der Reihe, was logisch ist, denn wir befinden uns im Krieg. Meiner Meinung nach stellt sich hier allerdings auch heraus, dass es nun nicht unbedingt etwas für Neunjährige (Altersempfehlung auf den englischen Büchern) ist. Aber die Leser wachsen ja mit den Büchern, der Großteil der Leserschaft wird also nicht neun sein, jedoch  sollte man das im Hinterkopf behalten, da es immer junge Menschen geben wird, die die bisher erschienen Bände in einem Rausch durchlesen werden. Gleichwohl fehlt auch diesem Band nicht der bereits bekannte und geliebte trockene, schwarze Humor, obwohl der Ton des Buches aufgrund der Thematik ein ernsthafterer ist als noch in den ersten Bänden.
Ich habe gelacht. Ich habe mich beim Lesen aufgeregt und Charaktere beschimpft („Ich hoffe, du kriegst gleich so richtig eins in die Fresse!),ich habe geflucht, geschrien und ein paar Tränchen zerdrückt.
Besonders gut hat mir an diesem Band gefallen, dass wir Charaktere aus The End of the World wiedersehen, ebenso wie Charaktere aus The Maleficent Seven/Tanith Low und die ruchlosen Sieben, der Geschichte um Tanith abseits der Hauptgeschichte, die ich deshalb vorab zu lesen empfehlen möchte.
Allerdings gibt es erstmals Dinge, die mir nicht an einem Skulduggery Band gefallen. Mir gefallen gewisse Entwicklungen nicht, die die Geschichte genommen hat, auch wenn ich sie selbst so vorhergesehen hab und sie ab einem gewissen Punkt unausweichlich waren. Ich finde es auch sehr schade, wie gewisse Charaktere mit ihren Taten einfach so davonkommen. Auch die wechselnde Haltung der Charaktere dem Spiegelbild gegenüber war verwirrend bis nervig. Entweder waren die Charaktere sich selbst nicht sicher, wie sie mit ihm umgehen sollen oder sie konnten sich einfach nicht entscheiden. Und darum habe ich immer wieder gebeten, dass sie sich doch bitte mal für eine Einstellung entscheiden mögen. Aber ich hatte auch noch nie so einen Adrenalinrausch beim Lesen und ich kann mich an kein Buch erinnern, das 100% Spannung war und kein Thriller war. Unsere Freunde haben nur wenige Verschnaufspausen und so fühlt man sich als Leser auch, Action reiht sich an Action.
Wir haben also alles, was sich der Skulduggery Pleasant Fan wünscht, oder? Super!
Ich denke, ich spoilere hier niemanden, denn das wird jedem Leser bewusst sein, wenn es um Themen wie Krieg geht, wir müssen uns auch von Charakteren verabschieden. And that’S always a sad and bitter thing. Und was Darquise mit einem Charakter, dem ich das Schlimmste an den Leib gewünscht habe, ist unfassbar grausam, aber es ist eine Genugtuung und ich danke Derek Landy, dass er dadurch das, was er einer anderen Figur angeschrieben hat, gerächt hat.
Leider konnte ich meine Kritikpunkte für euch nur grob umreißen, da ich nicht in die Tiefe gehen wollte, aus Angst zu spoilern. Vielleicht mache ich nach Ende der Reihe (nächstes Jahr *schnief*) ein Special, wo ich alle in aller Ausführlichkeit meine „Wow“ und „Aha“, meine „WTF???“-Momente mit euch teile. =)
                                                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Dieser Band ist klasse! Das Adrenalin, das durch die Adern der Charaktere fließt, fließt beim Lesen auch durch deine.  Last Stand of Dead Men (vielleicht als deutscher Titel Das letzte Gefecht der Toten Männer?) ist genial, sprudelt geradezu über vor Action, es gibt keine langweiligen oder langatmigen Sequenzen, alles, was der Actionfreund und Skulduggery Pleasant Fan sich wünscht. Aber nach diesem Band wird nichts mehr so sein, wie es einmal war … (Auch, weil es der vorletzte Band der Reihe ist … *Nostalgiealarm*)
Dieser geniale Band der Extraklasse, dieser von mir nach nur so kurzer Zeit schon heiß geliebte Lieblingsband bekommt nicht nur 5 von 5 Herzen von mir, nein. Skulduggery Pleasant Last Stand of Dead Men bekommt noch mein eigenes Herz dazu, denn es schlägt für diese Reihe und insbesondere für dieses Buch, auch wenn ich mir gewisse Dinge anders gewünscht hätte und mich frage, ob Derek Landy nicht das Ein oder Andere jemand anderem hätte antun können … *grr*

Rezension: Tanith Low - Die ruchlosen Sieben von Derek Landy


Ein paar Infos rund ums Buch

Englische Ausgabe: Tanith Low in ... The Maleficent Seven
Erscheinungsdatum: 28. März 2013
Verlag: Loewe Verlag
Seitenzahl: 239
Gebundene Ausgabe: 12,95€
















                                                                                                                                                          

Inhalt

Tanith Low war schon ein beängstigender Gegner, als sie noch auf der Seite der Guten stand. Doch jetzt, wo sie einen Restanten in sich hat, der permanent an sie und ihre Seele gebunden ist, ist sie jemand – etwas – ganz anderes. Und sie will ihren Teil dazu beitragen, das Ende der Welt einzuleiten.
Es gibt vier Waffen, die einen Gott töten können. Gut, wenn sie Gesichtslosen jemals wieder einen Abstecher in unsere Welt machen sollten. Schlecht für die Frau, die Tanith als ihre neue beste Freundin auserkoren hat, denn diese Waffen könnten Darquesse töten. Dass diese Möglichkeit Tatsache wird kann Tanith natürlich nicht zulassen und so stellt sie einen Trupp aus Badguys zusammen, um diese vier Waffen in ihren Besitz zu bringen. Nur ist sie da nicht die Einzige. Ein Wettlauf um die Waffen, die einen Gott töten können, beginnt.
                                                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

JA, JA, JA, JA, JA!!! ENDLICH MAL EIN BUCH ÜBER DIE BADGUYS!!! Derek Landy hat mich damit überglücklich gemacht. =) Unsere Lieblingsbösewichte des Skulduggery Pleasant Universums sind in diesem Nebenband vereint. Und sie fassen niemanden mit Samthandschuhen an.
Besonders interessant sind die Hintergrundinfos und die Einblicke in die Vergangenheit von Tanith und den anderen Schurken und Halunken. Man versteht die Charaktere besser, kann ihre Handlungen besser nachvollziehen und – ich hätte nie gedacht, dass ich es mal sage – ich empfinde Mitleid mit den Schicksalen der Badguys.
Wir haben hier bekannte und neue Gesichter, von denen einige auch im achten Band der Skulduggery Pleasant Reihe auftauchen werden.
The Maleficent Seven ist ein Nebenzweig der Hauptstory, bei dem man mehr auf der Seite der Bösen als auf der der Guten steht.
Was ich negativ fand ist, dass es Tanith und ihre Truppe es anfangs doch ein bisschen zu leicht hatten. Für meinen Geschmack lief anfangs alles zu glatt, zu reibungslos. Jedoch wurde ich nicht enttäuscht und so waren auch hier wieder die Landy-typischen überraschenden Wendungen dabei, die das Ganze dann doch wieder in eine etwas andere Richtung gelenkt haben.
Der Humor ist wie immer total begeisternd, zum lauthals loslachen und vom Stuhl krachen. Ich hab stellenweise Tränen gelacht und konnte mich kaum wieder einkriegen, einfach absolut genial! Allerdings sind dieser triefende Sarkasmus und der tiefschwarze Humor vermutlich nicht jedermanns Sache.
Natürlich fehlen auch hier nicht die actiongeladenen Kampfszenen, bei denen man kurzweilig vergessen kann, dass Gegner nun mal Gegner sind.
Ein wunderbares Abenteuer abseits der Hauptgeschichte. Auch ohne Walküre und Skulduggery schafft es The Maleficent Seven/schaffen es Tanith Low und die ruchlosen Sieben zu überzeugen, zu verzaubern, zu amüsieren und ordentlich auszuteilen.
                                                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Schmutzige Gangstertricks, Betrug, Verrat, Geheimnisse, Action, Kampfszenen, Lacher … Was erwartet man mehr? Und man erfährt dabei noch so viel mehr, womit viele von uns sicher nicht gerechnet hätten. Und das gibt natürlich noch mehr Anlass für unsere heiß geliebten Spekulationen. <3
Ich habe Tanith Low und die ruchlosen Sieben ebenso ins Herz geschlossen wie Walküre, Skulduggery, Grässlich und Co.
Insgesamt erhält dieses Werk von mir 5 von 5 Herzen, was bei meiner Skulduggery Pleasant Begeisterung sicher nicht unerwartet kommt. Und ja, ich bin ein heimliches Billy-Ray Fangirl …


Samstag, 23. November 2013

Rezension: Der Augensammler - Sebastian Fitzek


Ein paar Infos rund ums Buch

Erscheinungsdatum: Juni 2011
Verlag: Knaur TB
Seitenzahl: 464
Taschenbuch: 9,99€
kindle Edition: 9,99€
Hörbuch: 10,99€ (gekürzt)













                                                                                                                             
Zum Inhalt

Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern.
Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge.
Bislang hat der Augensammler keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …
Während die Polizei Alina misstraut, sieht der Enthüllungsjournalist Alexander Zorbach seine letzte Chance. Selbst ins Fadenkreuz der Ermittler geraten, hofft er nun ausgerechnet mir den Visionen einer Blinden seine Unschuld zu beweise. Visionen, die allerdings seltsame Fehler enthalten …
                                                                                                                          

Meine Meinung zum Buch

Ich bin ein Fitzek-Fan, bisher haben mir alle seine Bücher sehr gefallen, sie haben mich schockiert, entsetzt, mich an den Rand des Wahnsinns getrieben. So bin ich nicht überrascht gewesen, dass es mir mit Der Augensammler nicht anders erging.
Allerdings war mir die Idee der blinden Physiotherapeutin, die durch Berührung in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen kann, schlichtweg zu abgedreht und unrealistisch, selbst für Fitzek-Verhältnisse. Und der Sohn des Protagonisten war mir für sein junges Alter unrealistisch verständnisvoll, welcher Junge in dem Alter hat bitte Verständnis dafür, wenn sein Vater nicht mit ihm Geburtstag feiert?

Der Augensammler  spielt ein krankes Versteckspiel, dessen Regeln sogar, der Logik des Augensammlers folgend, Sinn ergeben. Er spielt fair, aber wenn der Vater, bzw. die Polizei nicht schnell genug ist, ist der Preis für die verlorene Spielrunde nicht fair – das Leben des entführten Kindes.
Auch in diesem Buch findet sich die für Fitzek typische und für fitzekerfahrene Leser sicher nicht unerwartet kommende Wendung. Leider fand ich diese in diesem Psychothriller zu schnell und zu leicht im Voraus erkenn- und durchschaubar. Aber die Stelle, an der die Wende kommt, macht das Buch noch einmal richtig spannend, nachdem der große Spannungsbogen gerade erst wieder abgeflaut war. Es wird also noch mal richtig spannend und dann … Erfahren wir, dass wir, um diesen Erzählstrang beendet zu sehen, wohl noch Der Augenjäger werden lesen müssen. (Mensch, Fitzek, was soll das?) Das sorgt noch mal für einen großen Abschiedsschock, was den Leser zwar ärgert, aber wirklich genial gemacht ist, Hut ab!
Auch wenn ein paar Dinge und Ereignisse für den Leser leicht zu erraten und teilweise offensichtlich sind (vielleicht besonders, wenn man bereits einiges von Fitzek gelesen hat), gewinnt Fitzek das Versteckspiel mit seinen Lesern mal wieder um Längen. Ich bin während des Lesens jedenfalls nicht darauf gekommen, wer der Augensammler sein könnte, ihr etwa?
Der Aufbau des Buches ist auch etwas, was das Buch zu etwas ganz Besonderem macht, denn es fängt beim Epilog an, nicht beim Prolog, mit dem es endet, die Kapitel gehen chronologisch von hinten nach vorne, vom Ende bis zum Anfang und das trifft auch auf die Seitenzahlen zu.
Die kurzen Kapitel sind ein Segen und ein Fluch zugleich. Kein Kapitel wirkt zu lang oder langweilig, die Handlung in den Kapiteln bleibt straff, aber die geringe Seitenzahl von vielleicht im Schnitt sechs Seiten pro Kapitel machen es beinahe unmöglich, mit dem Lesen aufzuhören. „Oh, 6 Seiten nur? Na, die kannst du ja auch noch lesen.“ Und dann die Nächsten, die Nächsten und die Nächsten … Abgesehen von den kurzen Kapiteln ist Der Augensammler einfach schlichtweg zu spannend, um ihn aus der Hand zu legen.
                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Der Augensammler ist spannend. Er fesselt. Er entsetzt, lässt dich die Hand vor den Mund schlagen und „Oh mein Gott!“ murmeln.
Der Augensammler von Sebastian Fitzek erhält 4 von 5 Herzen von mir.

Rezension: Skulduggery Pleasant - The End of the World von Derek Landy


Ein paar Infos rund ums Buch





 
Deutscher Titel: noch nicht auf Deutsch erschienen, vielleicht im Rahmen der Kurzgeschichtensammlung, das zwischen dem 8. Und letzten Band erscheinen soll (?)
Erscheinungsdatum: 23.2.12 (zum World Book Day)
Verlag: Harper Collins Children’s Books
Seitenzahl: 128





                                                                                                                     

Zum Inhalt

Skulduggery und Walküre sind zurück, in einer Geschichte, die exklusiv für den Welttag des Buches 2012 geschrieben wurde und (kurz) nach den Ereignissen in Die Passage der Totenbeschwörer spielt.
Die Punk-Zauberer sind los! Der 15-jährige Ryan ist von zu Hause ausgerissen, ist auf der Flucht und auf der Suche nach Abenteuern. Unglücklicherweise bekommen manche Leute genau das, was sie sich wünschen. Ryan ist noch nicht weit gekommen, bevor er von einer Gruppe beängstigender, nihilistischer Punk-Magier gejagt wird, die ihn dazu brauchen, eine Bombe apokalyptischen Ausmaßes zu aktivieren, die den gesamten Planeten und alles Leben auf ihm zerstören wird. Hört sich nach jeder Menge Spaß an, oder? Wie auch immer, ein bestimmter Skelettdetektiv und seine Partnerin/sein Kampf Accessoire/Kampf-Zubehör oder –Helferlein eilen zur Rettung Ryans und des Planeten – mal wieder. Skulduggery und Walküre haben nur ein paar Stunden, um herauszufinden, was genau vor sich geht und Ryan und somit die Welt zu retten. Und die ganze Zeit über kommen die Punk-Magier immer näher …
                                                                                                                         

Meine Meinung zum Buch

Eine, aufgrund ihrer Kürze schnell ausgelesenes und daher etwas kurzlebiges Abenteuer im Skulduggery Pleasant Universum, das, sollte es auch auf Deutsch erscheinen, jeden Fan unterhalten, amüsieren und für die Länge des Buches fesseln wird. Allerdings ist es dann auch in ein paar Stunden ausgelesen – leider.
Jedoch fehlt auch in der Kürze der Zeit und Seiten, die das Buch umfasst, nicht der bekannte, trockene Humor, der gewohnte Charme und die Actionszenen. Auch wenn alles in diesem Buch sehr kompakt, kurz und schnellgehend wirkt, ist es doch ein Genuss für jeden Fan!
Wir haben in diesem Büchlein keine großartigen Charakterentwicklungen, ich denke, dafür reichte die Menge an Seiten einfach nicht aus. Aber unsere Protagonisten sind cool wie eh und je, ich liebe die Szene, in der Walküre auftaucht und zwar, indem sie durch eine Bücherei geht und den Harry Potter Theme Song pfeift. I love it! Es wirkt so lässig, cool, selbstbewusst und –sicher, und als großer Harry Potter Fan gefällt mir das natürlich besonders.
J
Das Highlight dieses kleinen Büchleins sind jedoch die alternativen Überlegungen am Ende, die sich auf das erste Buch beziehen. Denn dieses Kapitel sind Szenen aus Der Gentleman mit der Feuerhand bevor Derek Landy den Einfall mit dem Spiegelbild gehabt hat. Und ich kann euch sagen, dass Walküres Leben ganz anders und sehr viel schwerer abgelaufen wäre, wenn es das Spiegelbild nicht gegeben hätte. Und somit wohl die ganze Geschichte.
                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Eine unterhaltsame, wenn auch relativ kurze Geschichte, die spannend, lustig und fesselnd ist, da sie dies aber auch nur für ein paar Stunden tun kann, ist sie keineswegs geeignet, um als Lückenfüller zwischen zwei Skulduggery Pleasant Bänden herzuhalten.
Aufgrund der Kürze fällt es mir schwer, dieses Special mit den anderen Bänden vergleichend zu bewerten. Ich höre also einfach auf meine Bauchgefühl, wenn ich Skulduggery Pleasant The End of the World von Derek Landy 3 von 5 Herzen gebe.
 

Lesewoche/Lesemarathon - Fail!

Hallo Freunde des geschriebenen Wortes!
Meine geplante Lesewoche ist ein Fail. *drop* Kennt ihr das, wenn ihr denkt, ihr habt Zeit zum Lesen und dann kommt plötzlich aus allen Ecken whatever gekrochen und hält euch davon ab? Ja, so sah meine Woche dann aus... *seufz* Aber ich will mich nicht beklagen, denn ich habe Donnerstag Der kleine Hobbit ausgelesen und ich habe jede Zeile, nein, jedes Wort genossen. =) Dann habe ich mit Crossed, bzw. Die Flucht von Ally Condie begonnen. Ich bin allerdings erst auf S. 53, beim 6. Kapitel angelangt, sodass ich noch nicht bestätigen kann, ob es wirklich so langatmig ist und so wenig passiert, wie ich bisher aus einigen Rezensionen entnommen habe. Bisher läuft es meiner Meinung nach jedoch ganz gut und Interesse weckend an. Ich bin gespannt ...

Mittwoch, 20. November 2013

Lesewoche/Lesemarathon Tag #2 (an Tag #3 *hust*)

Hallo Freunde des geschriebenen Wortes!
Hat da nicht jemand gesagt, sie würde jeden Tag ihrer Lesewoche mindestens 1x bloggen? *hust* War nicht ich das? *grübel* Ja, genau, stimmt ja! *facepalm*
Asche auf mein Haupt! Ich gelobe Besserung! Mea culpa.
Die Wahrheit ist, dass ich aber auch nicht großartig viel gemacht hätte, da ich Dienstagabend viel TV geschaut habe. Ich gestehe es: Ich bin nicht nur ein Buch-, sondern auch ein Serienjunkie. Mein Hörbuch habe ich bis jetzt (20Uhr) auch noch nicht weiter gehört, weil mir der Sinn wenn mehr nach Musik stand und gelesen habe ich heute auch noch nicht so viel. Aber jetzt mal geordnet der Reihe nach.
Gestern habe ich es geschafft, bei Der kleine Hobbit von J.R.R. Tolkien bis S. 330 zu lesen. Ich liebe dieses Buch, ich fühl mich wieder wie 13/14 und versinke so tief in die Geschichte, dass ich das Gefühl habe Smaug zusammen mit Bilbo gegenüberzustehen. Es ist einfach fantastisch und ich liebe es und ich bin so froh, dass ich es jetzt wieder lese, weil ich fast schon vergessen hatte, wie toll es ist. Falls ich das noch nicht erwähnt habe. Also, dass ich es toll finde und liebe. Der kleine Hobbit bekommt von mir 6 Herzen, denn ich gebe ihm noch mein eigenes dazu. Leute, ihr müsst dieses Buch unbedingt lesen!
Heute war mein Lesetag bisher etwas mager, da sich bei mir die totale Müdigkeit durch den Tag zieht. Somit bin ich gerade auf S. 364 angekommen, aber ich bin felsenfest entschlossen, heute noch mindestens die 400. Seite zu erreichen. Was mir sicher leicht fallen wird, denn sobald ich wieder mit dem Lesen anfange, will ich nicht wieder aufhören, so schön ist die Geschichte und so wunderschön sind die Worte, die Tolkien gefunden hat, um sie uns zu erzählen. =)

Montag, 18. November 2013

Lesewoche/Lesemarathon Tag #1

Hallo Freunde des geschriebenen Wortes!

Es ist fast 23Uhr und für heute werde ich aufhören zu lesen und schlafen gehen. Der erste Tag der Lesewoche lief sehr gut an, ich habe das Lesen heute sehr genossen, nachdem ich die letzten 50 Seiten von House of Night 9 - Destined ausgelesen hatte und mich dem Hobbit widmen konnte, einem Buch, dass mich auch beim zweiten Mal lesen immer noch begeistert und vollkommen in seine Welt entführt. Mittelerde rocks! Im Gegensatz zum 9. House of Night Band, den ich einfach nur extrem in die Länge gezogen und deswegen sehr langweilig und wenig handlungumfassend fand.
Aktuell befinde ich mich in Der kleine Hobbit auf S. 132 von S. 478 und hach, es ist einfach nur wunderba, wunderschön, herlich, perfekt, ... Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, der den kleinen Hobbit noch nicht gelesen hat. Los, lest es, los, sofort!

Rezension: Skulduggery Pleasant - Duell der Dimensionen von Derek Landy

Vorab: Auch wenn ich sehr bemüht bin, keine Spoiler in meine Rezensionen einfließen zu lassen, handelt es sich um den 7. Band einer Reihe, sodass ihr Dinge erfahren könntet, von denen ihr, sofern ihr die vorigen Bände noch nicht gelesen habt, noch nichts wisst und wenn ihr die Bücher noch lesen wollt und noch nichts weiter erfahren wollt, kehrt doch lieber zu einem Zeitpunkt zu dieser Rezension zurück, an dem ihr das Buch schon gelesen habt. Sicher ist sicher. ;-)
                                                                                                                                                          

Ein paar Infos zum Buch

Englische Ausgabe: Skulduggery Pleasant – Kingdom of the Wicked
Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2013
Verlag: Loewe Verlag
Seiten: 576
Gebunden: 18,95€
Hörbuch (gekürzt): 24, 95€, erscheint am 7. Oktober 2013










                                                                                                                                                          

Zum Inhalt

Ganz gewöhnliche Sterbliche entwickeln plötzlich magische Fähigkeiten ohne damit umgehen zu können. Eine Gruppe psychopathischer Teenager entwickelt so starke Fähigkeiten, dass sie eine blutige Spur der Verwüstung hinterlassen. Und sie lernen schnell, wie sie mit ihren neuen Kräften umzugehen haben … Nicht nur, dass das gesamte Sanktuarium damit beschäftigt ist, die mit Magie infizierten Sterblichen unter Quarantäne zu stellen, Skulduggery und Walküre müssen sich auf die Suche nach der Ursache dafür machen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich nur um einen besonders mächtigen Zauberer handeln kann, der wie Walküre seinen wahren Namen kennt. Und als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, meinen auch noch einige der ausländischen Sanktuarien, sie müssten sich in die Angelegenheiten des Irischen einmischen.
                                                                                                                                                          

Zum Cover und zur Gestaltung

Der Illustrator der Skulduggery Pleasant Reihe, Tom Percival, übertrifft sich immer wieder selbst, die Cover sind und bleiben einzigartig, cool, wunderschön, grandios … So, genug des Schleims, sonst rutsche ich noch darin aus und tue mir weh. xD
Die Szene, die das Cover diesmal ziert, lässt im Vergleich zu den anderen Bändern recht lange auf sich warten, aber es ist eine meiner Lieblingsszenen in dem Buch, daher lohnt sich das Warten, bis man zu der Stelle gelangt. Diese Szene stellt den Kampf ihres Lebens dar und die Beschreibung dazu … WOW!
Und wie gewohnt findet sich am Anfang eines jeden Kapitels ein Bild von einem Charakter/Wesen. Das ist immer wieder klasse, besonders, wenn man weiß, wen oder was dieses Bild darstellt.
                                                                                                                        

Meine Meinung zum Buch

Das erste Kapitel ist der unterhaltsamste Einstieg in einen Skulduggery Pleasant Band, den wir bisher erleben durften. Ich möchte das hier erwähnen, weil ich es bemerkenswert finde, dass die Bücher, obwohl sie immer ernster, düsterer und dramatischer werden, immer noch unglaublich witzig sind und von ihrem Humor und Charme nicht auch nur das Geringste verloren haben.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, mich in meinen Rezensionen zu der Skulduggery Pleasant Reihe zu wiederholen, aber sie bleiben einfach durchweg großartig! Jedes der Bücher ist innovativ, mit Wortgefechten zum Schlapplachen, abwechslungsreich, spannend, fesselnd, … Auch dieser Band steht seinen Vorgängern in nichts nach.
Auch in diesem Band treffen wir wieder auf alte Bekannte. Haben wir noch im letzten Band Tanith und Billy-Ray Sanguine vermisst, so haben wir sie in diesem Band wieder. Und was noch besser ist: Sie bekommen ihr eigenes Buch mit eigener, für die Reihe bedeutender, Handlung. Na wenn das mal kein Grund zum Feiern ist! =) <3
Die Magie scheint immer mehr an die Öffentlichkeit zu dringen, denn dieser Band beschäftigt sich mit Sterblichen, die auf unbekannte Weise mächtige oder weniger mächtige magische Fähigkeiten entwickeln. Schon bald hat unser geliebtes Detektivgespann eine heiße Spur. Die Suche führt unsere Freunde diesmal in eiskalte Gefilde. Grässlich erweist sich dabei als richtig süß, denn er macht Walküre für diese Mission extra eine Maske, um ihr Gesicht vor der Kälte zu schützen. Wie lieb er doch ist. J
In diesem Band gibt es gleich eine ganze Menge an Bösewichten. Ich zähle jetzt auch mal die Gesandten des Zusammenschlusses der ausländischen Sanktuarien darunter, da wir nicht wissen, was sie jetzt genau alles im Schilde führen. Die Charaktere sind allesamt sehr gut dargestellt, sodass sie alle sehr greifbar und lebendig wirken. Und über die Zauberer der anderen Sanktuarien kann man sich beim Lesen noch dazu herrlich aufregen. ^^
Natürlich spart auch dieser Band nicht mit Actionszenen, Chaos, ausweglosen Situationen, dem Kampf auf Leben und Tod und die potentielle Zerstörung der Welt.
Walküre erweist sich aus opferbereit, wenn wir einer potentiellen Lösung des Darquise-Problems begegnen. Ihre Entscheidung und die Entschlossenheit dahinter haben mich berührt, denn zu einer solchen Entscheidung gehört eine gehörige Portion Charakter, Stärke und Mut. Skulduggerys offerierter Beitrag, sollte diese Lösung Anwendung finden, beweist, wie tief die Freundschaft und Zuneigung der beiden füreinander ist
In gewisser Weise haben wir im 7. Band eine „Was wäre wenn-Geschichte“, die sehr nachdenklich stimmt, überrascht, entsetzt und, obwohl ich so etwas schon aus Fernsehserien und Filmen kannte, war es ungemein spannend.
In diesem Buch tauchen Intrigen auf, andere werden weitergesponnen, Intrigen überlagern Intrigen, die Seiten spielen sich gegenseitig aus und das Spiegelbild rückt endlich wieder mehr in den Fokus des Geschehens, worauf ich nur gewartet habe. Und da endet das Buch auch schon mit einem bösen Cliffhänger, der uns erahnen und herbeisehnen lässt, dass Band 8 durch und durch ein absoluter spannender, actiongeladener Kracher wird. Noch mehr, als die Bände zuvor.
                                                                                                                          

Bewertung/Fazit

Ein großartiger Folgeband, der mit seinen Vorgängern absolut mithalten kann. Skulduggery Pleasant – Duell der Dimensionen begeistert, unterhält, fesselt, entsetzt, erzürnt. Er hat alles, was ein Folgeband braucht und wird jeden Fan der Reihe restlos begeistern.
Dieses geniale Buch der Extraklasse bekommt von mir 5 von 5 Herzen.

Rezension: Sonea - Die Hüterin von Trudi Canavan


Ein paar Infos rund ums Buch



Englischer Titel: The Traitor Spy 1: The Ambassador’s Mission
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2010
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 576
Gebunden: 19,95€
Taschenbuch: 9,99€
Broschiert: 13,00€
kindle: 8,99€
Hörbuch (gekürzt): 24,95€
Band 1 der Trilogie, die 20 Jahre nach den Geschehnissen in  Die Gilde der Schwarzen Magier spielt.
 
 
 
 
                                                                                                                          

Zum Inhalt



Sonea ist die mächtigste Magierin von Kyralia. Dennoch ist sie nicht imstande, ihren eigenen Sohn zu beschützen.
Eigentlich wollte der junge Lorkin nicht mehr, als endlich aus dem Schatten seiner Mutter Sonea zu treten. Doch der Weg, den er dazu wählt, führt ihn in die Arme ihrer schlimmsten Feinde – den Schwarzen Magiern von Sachaka.
Zwanzig Jahre sind seit den Ereignissen in der Trilogie Die Gilde der Schazen Magier vergangen, als Sonea und Akkarin die Invasion der Schwarzen Magier aus Sachaka zurückschlagen konnten. Auf Wunsch der Gilde hat Sonea seither nur einen einzigen Magier in die Geheimnisse der Schwarzen Künste eingeweiht. Gemeinsam sollen sie beide Kyralia gegen einen erneuten Angriff aus Sachaka verteidigen. Doch Sonea ist nicht glücklich mit der Wahl, die die Gilde dafür getroffen hat: Kallen ist ein zwar ehrenhafter, aber auch ein harter und zu schnell urteilender Mann. Noch viel mehr beunruhigt Sonea allerdings der Ehrgeiz ihres Sohnes Lorkin. Kaum dass er das Studium der Magie abgeschlossen hat, brennt der junge Mann darauf, sich endlich zu beweisen. Zu diesem Zweck begibt Lorkin sich im Gefolge des neuen Botschafters der Gilde ausgerechnet nach Sachaka, wo den Magiern Kyralias immer noch unzählige Gefahren drohen. Und als ob Sonea nicht schon genug Grund zur Sorge hätte, droht in der Unterwelt von Kyralias Hauptstadt Imardin ein Krieg auszubrechen, in den auch Magier verwickelt zu sein scheinen – ein gefährlicher Konflikt, der alles, was in den Jahren des Friedens mühsam aufgebaut wurde, für immer zerstören könnte …
                                                                                                                        

Meine Meinung zum Buch



Sonea – Die Hüterin liefert einen tollen Auftakt für eine neue Trilogie, die an die 20 Jahre zurückliegenden Ereignisse aus Die Gilde der Schwarzen Magier anknüpft. In diesen 20 Jahren hat sich einiges getan. Sonea ist es gelungen, dazu beizutragen, dass die Änderungen, die sie sich so sehnlich herbeigewünscht hat, auch tatsächlich eintrafen, wie zum Beispiel die Abschaffung der jährlichen Säuberung und die Aufnahme von Kindern aus den Hüttenvierteln in die Gilde. Und das Kind, dass Sonea am Ende von Die Meisterin erwartet hat, ist erwachsen geworden. Und er hat das großartige Talent geerbt, sich in Schwierigkeiten zu bringen …
Die Charaktere sind wie wir es bereits aus der Die Gilde der Schwarzen Magier Trilogie kennen, gut ausgearbeitet, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und logisch und auch wenn wir nicht immer ihre Meinung teilen, so verstehen wir doch vollkommen, warum sie so handeln, wie sie es auf den über 500 Seiten tun. Besonders bei Lorkins Entscheidungen fällt auf, dass er a) noch ein sehr junger Mann ist, b) ein guter Mensch ist und bestrebt ist, dass Richtige zu tun, c) das freundliche, treue, aufrichtige, aber auch dickköpfige und stolze Wesen seiner Mutter und seines Vaters geerbt hat und d) das starke Verlangen hat, aus dem Schatten seiner Mutter herauszutreten und dafür sogar bereit ist, sich in eine potentiell lebensbedrohliche Lage zu bringen.
Wie wir es bereits aus der Gilde-Trilogie kennen, wechseln die Erzählperspektiven zwischen den Charakteren hin und her. In diesem Buch empfand ich Dannyls Perspektive zum ersten Mal als sehr langweilig. Deswegen zieht sich das Buch, weil es länger dauert, bis sein und Lorkins Teil der Geschichte wieder so spannend und interessant wird, dass man unbedingt weiterlesen und ihren Erzählstrang nicht einfach überblättern will und selbst dann sind die Geschehnisse, die Lorkin direkt bertreffen, bei weitem interessanter als alles, was Dannyl uns zu berichten hat.
Für mich waren die Geschehnisse innerhalb der Gilde und Imardin am interessantesten: das neue Gesetz und die Suche nach dem Jäger der Diebe. Das lag daran, dass ich mich sehr geärgert habe, dass hier in Lorkins Teil der Geschichte plötzlich eine andere Version darüber, wie Akkarin schwarze Magie erlernt hat, erzählt wird und ich mich daher den Großteil der Reise Lorkins gefragt habe, ob Akkarin Sonea damals nicht die Wahrheit gesagt hat oder ob Trudi Canavan dieses Detail einfach abgeändert hat, damit es zur Sonea-Trilogie passt und für das Verhalten und die Argumentation der Verräterinnen stichhaltig ist – und das hat ziemlich genervt!
Am Ende lässt die Autorin noch mal eine ordentliche Bombe platzen, sodass das Buch mit einem Cliffhänger endet, bei dem wir allerdings gleich wissen, welche Handlungsstränge in Sonea – Die Heilerin weitergeführt werden. Und ich hoffe, dass zumindest ein paar von ihnen bereits im nächsten Band ihren Abschluss finden.
                                                                                                                          

Bewertung/Fazit



Trotz des stark nervenden Sachfehlers die Erlernung der schwarzen Magie seitens Akkarin betreffend, ist Sonea – Die Hüterin ein toller Auftakt für die Sonea-Trilogie. Die Autorin überzeugt mit den gewohnt gut ausgearbeiteten, authentischen Charakteren, fesselnden Handlungssträngen und der gewohnten Portion Spannung und Magie.
Daher bekommt Sonea – Die Hüterin von Trudi Canavan 3 von 5 Herzen.