Montag, 26. Mai 2014

Let's talk about ... Life Before Legend: Stories of the Criminal and the Prodigy (Legend - Das Prequel) - Marie Lu oder: zusätzliche Bücher zu Reihen/Trilogien: toll oder Geldmacherei?

Hallo liebe Leser,

Let's talk about soll eine Kategorie für Bücher werden, die aus individuellen Gründen keine Rezension bekommen werden. Wir werden sehen, inwieweit sich die Kategorie ausbauen wird oder ob es heute beim letzten Post dieser Art bleiben wird.
Heute geht es um LIFE BEFORE LEGEND: STORIES ABOUT THE CRIMINAL AND THE PRODIGY, auf Deutsch LEGEND - DAS PREQUEL von Marie Lu.

Was mir zuerst aufgefallen ist, ist, dass die deutsche Version, die am 1. Juli 2014 als ebook erscheinen wird, (zunächst, wer weiß, ob sich das ändert) kostenlos ist, im englischen 1,80€ kostet. Ist nicht viel, aber für das, was man geboten bekommt, macht man mit der deutschen Version einen besseren Deal. Man erhält nämlich genau zwei Kurzgeschichten, zu jedem Protagonist eine, und mit kurz meine ich wirklich kurz. Nicht mal eine Stunde habe ich gebraucht, dieses "Werk" auszulesen und das liegt wirklich nciht in meiner Lesegeschwindigkeit begründet. Die Geschichten sind wirklich verdammt kurz und das hat mich so enttäuscht, dass mich selbst 1,80€ dafür ärgern. Ich bin mir bei den vielen Kurzgeschichten, die zu Trilogien/Reihen aus dem Boden sprießen, bevor oder nachdem der letzte Band erschienen ist, sowieso unsicher, ob die wirklich gut sind oder nur dazu gedacht sind, den Fans, die diese Welten und Charaktere so sehr lieben, dass sie einfach alles kaufen, wo der Name der Buchreihe draufsteht, diesen Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich habe zwar auch den Kurzgeschichtenband zur Skulduggery Pleasant Reihe vorbestellt, aber der wird auch so 500 Seiten haben, sodass ich jetzt schon weiß, dass das ein Top und kein Flop für mich sein wird.

Kommen wir aber mal zurück zu den zwei LEGEND-Kurzgeschichten.
Beide Ereignisse finden 3 Jahre vor den Ereignissen in LEGEND statt. Bei Days Geschichte geht es um seinen ersten Kuss und in der anderen erfahren wir, wie es June an ihrem ersten Tag an der Drake University ergangen ist und was sie als erste und einzige zwölf Jahre alte Studentin dort durchmachen musste. Beide Geschichten unterhalten, es macht schon Spaß sie zu lesen, besonders bei Junes Geschichte hatte ich meinen Spaß und die zusätzlichen Hintergrundinformationen zu Day und June sind auch ganz nett. Über "ganz nett" geht es aber auch nicht hinaus. Es ist definitiv kein Muss, diese Stories zu lesen, es gibt auch keinen Wow-Effekt, der Ereignisse oder Unterhaltungen in einem der drei Bänden in einem anderen Licht erscheinen lässt. Wenn ihr einen ebook-Reader habt und das Angebot bei 0,00€ bleibt, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, sich die Stories zu holen, aber Geld würde ich dafür nicht ausgeben, auch wenn's nicht mal 2€ sind, dafür waren es mir einfach zu wenig und zu kurze Geschichten. Nett aber zu schnell ausgelesen und deswegen enttäuschend.

Habt ihr LIFE BEFORE LEGEND gelesen? Was haltet ihr allgemein von den vielen Geschichten, die jetzt rund um die Bücher aus dem Boden sprießen? Seit ihr Fans davon, nerven die euch oder habt ihr auch schon mal die Erfahrung gemacht, die "kleinen" Büche rzu kaufen, weil ihr die Reihe so mögt und wart dann enttäuscht?

Dienstag, 20. Mai 2014

Fazit 48h Lesemarathon von Agathe Knoblauch

Hallo ihr lieben Buchfreunde,

wie ihr am Titel schon erkennen könnt, gibt es jetzt mein Fazit zum 48h Lesemarathon von Agathe Knoblauch. Lets go!


Ich hatte unheimlich viel Spaß in den 48 Stunden. Dadurch, dass es ja ein LeseMARATHON war, fühlte ich mich angespornt immer mehr zu lesen. :) Die Zeit habe ich anfangs noch gestoppt, dann aber damit aufgehört, weil ich nicht ständig mit der Stoppuhr herumrennen wollte. Wie das nun einmal ist hatte ich auch noch andere Dinge zu erledigen, obwohl ich sehr gerne 48 Stunden ohne Pause gelesen hätte, sodass ich generell den Überblick darüber verloren habe, wie viel Zeit ich an welchem Tag mit dem Lesen verbracht habe. Am Sonntag dürfte es allerdings wesentlich mehr Zeit gewesen sein, denn ich habe am Sonntag die letzten 100 Seiten von PERCY JACKSON AND THE OLYMPIANS - THE LAST OLYMPIAN von Rick Riordan und 75% von CHAMPION von Marie Lu gelesen, was 288 oder 289 Seiten entspricht. Als dann der Akku meines kindles Hunger auf Strom hatte, bekam ich erst einmal einen kleinen Anfall, als ich feststellen musste, dass das Ladekabel einen Wackelkontakt hat. Hurra ... -.- Man stelle sich die Stelle in Aladin vor als Dschafar feststellt, dass Abu die Wunderlampe geklaut hat. Nachdem ich dann wertvolle Lesezeit damit verbracht hatte "Nein! Nein! Neeeeeiiiiin!!!" zu rufen, dankte ich Nokia dafür, dass ich mein Handyladekabel nun für den kindle zweckentfremden konnte.
Während der Akku geladen wurde, wollte ich nicht unbequem neben der Steckdose verharren und griff zu HARRY POTTER AND THE PHILOSOPHER'S STONE von J.K. Rowling. Keine Panik, ich habe die letzten 10 Jahre nicht unter einem Stein gehockt, ich hatte nur Lust, die Bücher diesmal auf Englisch zu lesen. Gelesen habe ich 98 Seiten bis der e-Reader satt war und so stürzte ich mich erneut mit June und Day ins Gefecht.



Am Montag las ich, wenn ich nicht gerade für die Uni arbeitete, die letzten 97 der 98 Seiten von CHAMPION und machte mich anschließend zusammen mit Harry au den Weg nach Hogwarts. Zurzeit bin ich auf Seite 178 und die Feier zu Halloween steht an. *freu*


Mein Fazit zum Lesemarathon: I want more! Insgesamt habe ich 663 Seiten gelesen, ein Buch komplett gelesen, ein anderes beendet und ein weiteres begonnen. Ich bin gespannt was und wie viel die anderen Teilnehmer gelesen haben. =) Es hat sehr viel Spaß gemacht und war so ein schönes Gefühl, so viel Zeit am Stück fürs Lesen zu haben und die Bücher waren alle durchweg klasse, der Abschluss der Legend-Trilogie war, auch wenn es am Ende noch einmal ordentlich Herzschmerz und Schmalz gab, ein würdiger und guter Abschluss. Eine Rezension wird folgen. ;-) Der Abschluss der Percy Jackson Reihe war, wie alle Bücher der Reihe, fantastisch. Ich bin so begeistert von der Reihe, dass ich gleich den ersten Band des Sequels, HELDEN DES OLYMP bestellt habe. Sonst wäre ich schon traurig gewesen, dass es mit Percy und Co. vorbei ist. Zu Harry Potter muss ich nichts mehr sagen, oder? Wer noch nie etwas von Harry Potter gehört hat, der hat vermutlich die letzten 10 Jahre in einer Höhle fernab der Zivilisation gelebt. Wenn ich wieder Wind von einem Lesemarathon oder einer Lesenacht bekomme, werde ich wieder mitmachen. Lesezeit ist doch mit die schönste Zeit. :)

Samstag, 17. Mai 2014

48h Lesemarathon von Agathe Knoblauch

In den letzten Tagen habe ich große Lust bekommen, an einem Lesemarathon teilzunehmen und hier auf dem Blog darüber zu berichten. Wie aufs Stichwort ist dann am 15. ein Video von Agathe Knoblauch unter meinen Youtube Abos aufgetaucht, in dem sie zu einem Lesemarathon aufruft. "Das kommt mir doch wie gerufen", dachte ich und meldete mich für ihren Lesemarathon Lieblingsautor/in an.
Der Lesemarathon startet am Sonntag, den 18.5., also morgen und dauert 48h an, endet somit um Mitternacht von Montag auf Dienstag. Agathe selbst wird Bücher ihrer Lieblingsautorin Gabriella Engelmann lesen, wer aber keine Bücher seines Lieblingsautors/seiner Lieblingsautorin hat oder nur eins kann das handhaben wie er/sie möchte. Ich werde beispielsweise wie Vanni von Book&BeautyVanni Bücher meines Lieblingsgenres Fantasy lesen. Vielleicht entscheide ich mich auch spontan noch mal um auf Dystopie oder mache ein Mischung aus beiden, je nachdem, wie mir die ausgewählten Bücher gefallen, denn man will sich ja nicht durch ein Buch quälen, das einem nicht gefällt.

Ich habe zunächst einmal drei Bücher ausgewählt, die mir spontan eingefallen sind, ich werd egleich noch mal meinen SuB durchstöbern und nach weiteren Kandidaten gucken. Aber zu viel will ich mir auch nicht vornehmen, sonst bin ich hinterher sicher von meiner Leistung enttäuscht, dass ich von 8 Büchern "nur" 3 gelesen habe. Nee, das wär nicht so schön, das muss nicht sein.
Anfangen werde ich damit, dass ich die letzten 100 Seiten von

PERCY JACKSON & THE OLYPMIANS BOOK 5 THE LAST OLYMPIAN von Rick Riordan
lesen werde. Danach werde ich zwischen
CITY OF BONES von Cassandra Clare
oder
HOUSE OF NIGHT - REVEALED von P.C. und Kristin Cast
wählen.

Ich bin gespannt wie viel ich lesen werde und wie viel die anderen Teilnehmer des Lesemarathons schaffen werden und freue mich schon darauf, die Videos der Booktuber dazu zu schauen.

Wer das hier liest und sich denkt, dass der Lesemarathon auch für sie/ihn eine Spitzenidee ist, der sollte auf das oben verlinkte Video klicken und sich ebenfalls anmelden. Agathe Knoblauch freut sich sicher darüber. ;-)

Ich wünsche euch schöne Lesestunden! <3

Samstag, 10. Mai 2014

Rezension: Allegiant (Die Bestimmung - Letzte Entscheidung) - Veronica Roth

Infos

3. Band der Divergent Trilogie, bereits vollständig auf Englisch (Katherine Tegen Books) und Deutsch (cbt) erschienen.
Autor: Veronica Roth
Deutscher Titel: Die Bestimmung - Letzte Entscheidung
                                                                                                                          

Zum Cover und Titel

Das Grün des Covers finde ich im Vergleich zum Originalcover schrecklich. Wieso? Wieso hat man nicht einfach das Originalcover übernommen? Why, why, why? Den Titel hingegen finde ich gut gewählt, weil er nicht nur Spannung verspricht, sondern auch zum Inhalt passt. Letzter Band und eine letzte große Entscheidung, die getroffen werden muss…
                                                                                                                         

Inhalt

Die Lüge hinter dem Zaun holt Tris und Four ein.
Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten und
und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht ...
                                                                                                                         

Meine Meinung

Ich weiß, dass viele Leser nicht begeistert oder auch enttäuscht vom Abschlussband waren. Bis zu einem gewissen Grad kann ich das Nachempfinden, ich hatte nämlich beim Lesen den Eindruck, dass die Luft raus ist, ich hing nicht mehr so an den Seiten wie bei den Vorgängern und mir war es mal wieder zu viel Streit zwischen Tris und Four, der sich ja sehr darauf fokussierte, dass derjenige, der nicht die Meinung des anderen teilte, kindisch, unmündig, unvernünftig sei und ja sowieso keine Ahnung hätte. Und natürlich muss man demjenigen, der falsch lag das noch unter die Nase reiben. Das zu lesen wurde für mich immer anstrengender. Ich hatte zwar kein Problem damit, dass viele Charaktere das Zeitliche gesegnet haben, denn das passiert bei Kampfhandlungen. Nur hat mich gestört, dass die Tode und die Toten gar nicht richtig gewürdigt wurden, es wurde kaum getrauert und hatte oft den Beigeschmack von „Ok, du bist tot, weiter geht’s“. Eine Erklärung wäre, dass nicht mehr so wahnsinnig viele Menschen da waren, die die Toten kannten und die hätten trauern können, aber dennoch haben mir die Charaktere nicht genug umeinander getrauert. Aber vielleicht verfolgten sie auch den Grundsatz Kämpfe jetzt, trauere später. Allerdings finde ich es auch toll, dass Veronica Roth ihren Plänen für ihre Geschichte treu geblieben ist und sich nicht vor dem Shitstorm der Fans gefürchtet hat, was denn passiert wenn sie zu viele Charaktere sterben lässt, denn ich finde, dass es immer noch ihre Geschichte ist, zwar mag niemand lesen, dass seine Lieblingscharaktere sterben, aber wenn sich Autoren davon abbringen lassen, weil sie die Kritik der Leser fürchten und deshalb ein Friede-Freude-Eierkuchen Ende schreiben *hust* Biss zum Ende der Nacht *hust* kann ich das nicht mehr ernst nehmen.
Dieser Band ist in die Sichtweisen von Tris und Tobias unterteilt, die sich allerdings kaum auseinander halten lassen, weil der Schreibstil für die beiden Personen nicht variiert wurde und die beiden einander so ähneln, dass man anhand ihrer Argumente und Handlungen zwischen den beiden nicht groß unterscheiden kann. Wenn da nicht gerade „Tris said“ oder „Tobias said“ stand wusste ich sehr oft nicht, wem ich da gerade folge, vor allem nicht, wenn ich das Buch den nächsten oder übernächsten Tag wieder zur Hand nahm.
Die Handlung entwickelte sich schleppend und war langatmig, es gab viel zu viele Intrigen und Unterplänen, die von anderen abgelöst wurden, was bei mir den Eindruck erweckt hat, dass die Geschichte gestreckt werden sollte und nebenbei den Blick für das wesentliche Problem, die wesentliche Gefahr vernebelt hat. Viele Seiten, Kapitel, Worte wurden übrigens wieder auf Tris und Four verwand, die sich gegenseitig unter die Nase reiben konnten, wer von beiden Recht hatte. Sehr erwachsen und liebevoll ist das ja auch nicht, dem am Boden zerstörten Tobias „Told you so“ zu sagen. Arroganz und Rechthaberei: 1. Mitgefühl: 0. Was ist denn das für eine Liebesgeschichte? So, wie die zwei sich dem jeweils anderen gegenüber benommen haben, ich sag nur „Du vertraust ihr nur, weil sie hübsch ist“ oder „Du misstraust ihr nur, weil sie hübsch ist“, die Geheimnisse und Lügen in ihrer Beziehung hinzugenommen, habe ich eigentlich darauf gewartet, dass es so richtig kracht, es einen eskalierenden Streit gibt und sie sich trennen. Die beiden und ihre nicht mehr wirklich vertrauensvolle Liebe zueinander haben mich nur noch genervt.
Die Charaktere, die die wenige und schleppende Handlung, denn die meiste Zeit geht es darum, die verschiedenen Lebenswelten zu erklären, kennen zu lernen und zu ergründen, trugen, waren Tris und Tobias/Four. Tolle Charaktere wie Christina, die in den ersten zwei Bänden noch mehr zu sagen hatten, wurden auf Randfiguren heruntergeschraubt, die nur dann noch etwas zu sagen hatten, wenn Tris oder Tobias gerade abkömmlich war.
Und das Ende, lasst mich etwas zum Ende sagen. Ich werde jetzt nicht diskutieren, ob es gut oder schlecht war, ich fand es zwar traurig und konnte es bis zur letzten Seite des Buches nicht fassen, beziehungsweise hatte Probleme es wahrzuhaben, aber es passt zum Charakter der Person. Was mich gestört hat war, dass mir das Ende doch verhältnissmäßig kurz vorkam. Es wurde so viel Zeit darauf verwendet, herauszufinden, was hinter dem Zaun abgeht, da hätte Veronica Roth das Ende auch weiter ausweiten können. Ich denke, ich hatte solche Probleme es zu begreifen, weil es so abrupt kam und viel zu kurz gekommen ist. War glaub ich wirklich nur ein recht kurzes Kapitel.
Ich konnte mit der Erklärung für das Experiment auch nicht viel anfangen, da sie nicht so logisch war, wie sich die Autorin das wohl gedacht hatte. Liegt vielleicht daran, dass es viel mit Genetik zu tun hat und das nun mal nicht das Leichteste Thema ist. Aber wenn man will, dass sich nur die guten Gene fortpflanzen, dann müsste man alle schlechten Gene ausmerzen und doch eigentlich auch dafür sorgen, dass sich die Träger schlechter Gene nicht fortpflanzen, damit die schlechten Gene aussterben und am Ende nur noch die guten Gene vorhanden sind? Oder? Als dann auch noch rauskam, dass ja die Unbestimmten, die Divergent die Träger der guten Gene sind, die aber von den Ken als Gefahr dargestellt wurden, dachte ich auch nur „Echt jetzt?“
mir fehlte auch das Aufbegehren gegen die Leute, die einfach mal so jeden Moment im Leben von Tris und Co gefilmt haben und der Aufschrei „Ich bin mehr als nur ein Versuchsobjekt in einem Experiment!“. Wo war der? Hab ich den überlesen? Der war doch gar nicht da, ein kurzes Aufflammen wurde gleich wieder erstickt indem man sich mit allem, was einem bezüglich des Experiments gesagt wurde, zufrieden gegeben hat, oder?
                                                                                                                         

Fazit

Nachdem ich jetzt gemeckert habe, bin ich noch mal in mich gegangen. Eigentlich hat mir ALLEGIANT/DIE BESTIMMUNG – LETZTE ENTSCHEIDUNG mittelmäßig gefallen. Es gab wesentlich mehr Gerede als Kampfhandlungen, die wir aus den vorherigen Bänden gewohnt waren, doch diese konnten mich dennoch packen und fesseln, sodass ich das Buch an diesen Stellen nicht aus der Hand legen konnte. Dass viele Konflikte aber einfach abgetan oder durch Gespräche und Erklärungen gelöst wurden, passt nicht zu dem Bild, das die ersten zwei Teile der Trilogie erschaffen haben. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, hatte ich ein 3 Herzen Gefühl. Nachdem ich jetzt aber mehr Zeit hatte, darüber nachzudenken und all diese Kritikpunkte gefunden haben, die ihr oben lesen konntet, erhält ALLEGIANT/DIE BESTIMMUNG – LETZTE ENTSCHEIDUNG doch nur 2 Herzen von mir. Ich fand den Abschluss der Trilogie nicht gut, weil anstatt Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen nur noch mehr auftauchten und noch mehr Verwirrung gestiftet wurde. Schade eigentlich.

Rezension: Insurgent (Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit) - Veronica Roth

Infos

Band 2 einer Trilogie, die bereits vollständig auf Englisch (Katherine Tegen Books) und Deutsch (cbt) erschienen ist.
Autorin: Veronica Roth
Deutscher Titel: Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit
                                                                                                                                                           

Zum Titel

TÖDLICHE WAHRHEIT?  Finde ich nicht passend, was war an der Wahrheit denn bitte tödlich? Der Titel erweckt zwar das Interesse und macht neugierig auf den Inhalt, passt zu diesem aber meiner Meinung nach nicht.
                                                                                                                                                           

Inhalt

Der Aufstand hat begonnen …
In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will …
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteruerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris‘ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden…
                                                                                                                                                           

Meine Meinung

Ich habe INSURGENT/DIE BESTIMMUNG – TÖDLICHE WAHRHEIT direkt nach Band 1 gelesen und die Begeisterung hat bei mir nicht abgerissen. Ich habe Band 2 genauso verschlungen wie Band 1. INSURGENT ist ebenso spannend wie der Vorgänger, allerdings tauchen in Band 2 einige Aspekte auf, die nicht ganz passen. Zum Einen springen plötzlich überall Unbestimmte aus dem Boden, dabei sind die doch angeblich so selten. Weiterhin sind einige Kleinigkeiten dabei, wie das Tris vergisst, dass sie noch ein Messer als Waffe bei sich trägt. Ja, klar, das vergisst man mal eben für einen längeren Zeitraum, damit es einem urplötzlich wieder einfallen kann, wenn ein Messer gerade ganz praktisch wäre. Ja nee, is klar. Bei einigen Charakteren hatte ich den Eindruck, dass ihre Verhaltensweisen keinen Sinn ergaben oder sich bei ein paar nur dadurch begründen ließen, dass sie die eigene Fraktion wirklich vor alles andere, sogar vor die eigene Familie, stellten. Das wäre meine Erklärung für Calebs Verhalten. Bei Markus denke ich, dass er einfach ein kontrollsüchtiger, herrschsüchtiger Wiederling ist. Und Jeanine Mathews ist mir immer noch ein kleines Rätsel. Ich denke, sie hatte Angst vor dem, was die Information, nach der Tris im zweiten Band sucht, ausrichten könnte und wollte nicht aus ihrer eigenen Wohlfühlzone herauskommen und ihre Welt, in der sie ja eine nicht ganz unbeträchtliche Nummer war, erhalten. Aber aufgrund dessen, was diese Information enthält, Menschen ermorden? Hallo? Sinn? Wo bist du? Abgesehen davon, dass das nicht intelligent war, was man eigentlich von den Erudite, äh Ken erwartet, haben die Menschen doch immer noch einen freien Willen, nicht entsprechend dieser Information zu handeln? Um das zu erreichen hätte sie, als die Vertreterin der Superbrains, ganz einfach entsprechend Propaganda betreiben können und dann wäre das Problem gelöst, oder? Hat ja auch geklappt zu verbreiten, die Unbestimmten wären eine Gefahr für die Gesellschaft.
Die Geschichte knüpft jedenfalls nahtlos da an, wo DIVERGENT/DIE BESTIMMUNG aufhört. Im Gegensatz zum ersten Band ist die Achterbahnfahrt nicht mehr so extrem, wir haben einige Kapitel, die die Handlung nicht oder eher langsam vorantragen, was keineswegs schlimm oder langweilig war, aber auch nicht dem Entwicklungstempo entspricht, das wir von Band 1 gewohnt sind.
Die Charaktere sind wie bereits im ersten Band sehr glaubhaft gestaltet, die Ereignisse aus DIVERGENT/DIE BESTIMMUNG gehen nicht einfach so an Tris vorbei, im Gegenteil, sie hat sichtlich damit zu kämpfen, was nur natürlich ist und etwas anderes hätte ihren Charakter unglaubwürdig gemacht. Tris hat zwar ihre Probleme, doch sehr stark verändert sich ihr Charakter nicht. Sie ist weiterhin stur und wild entschlossen die Ken zu stoppen und die Gründe für die schrecklichen Dinge, die geschehen, in Erfahrung zu bringen. Auch wenn Tris vielleicht keine Heldin sein will, sie verhält sich so, denn sie handelt immer noch sehr selbstlos, um andere zu beschützen. In diesem Band liegt der Fokus nicht mehr allein auf ihr, denn in diesem Band lernen wir Four sehr viel besser kennen und die Handlung fokussiert sich teilweise auch auf ihn. Das war insofern spannend, als das wir nun erfahren, dass Four keineswegs immer der knallharte unerschrockene Kerl ist, den Veronica Roth im ersten Band präsentiert hat. In Kombination haben die zwei mich allerdings auch richtig genervt. Die beiden streiten viel, weil sie beide unterschiedliche Meinungen haben und Dickköpfe sind. Beides ok. Aber irgendwann ging es eigentlich nur noch darum, wer recht hat, dass der, der sich nicht der Meinung des Anderen angeschlossen hat ein kleines verbohrtes, bockendes Kind sei, das man dann natürlich bevormunden muss und dass man entweder sauer war, wenn der andere nicht derselben Ansicht war oder bei Uneinigkeit lieber gar nichts gesagt hat. Kopf meets Tischplatte.
In diesem Teil der Trilogie lernen wir ebenfalls mehr über die anderen Fraktionen und die Fraktionslosen und erhalten quasi einen Rundumschlag über das Leben und den Alltag in den übrigen Fraktionen und ob wirklich alle hinter den Vorgaben ihrer Fraktion stehen und sich blind an diese halten oder ob es auch innerhalb der anderen Fraktionen Andersdenkende gibt. Dafür muss man auch nicht zwingend Unbestimmt sein. ;-)
Gegen Ende wird es noch einmal richtig spannend, sodass es wie beim ersten Band schwer fällt mit dem Lesen aufzuhören und am Ende lässt Veronica Roth wieder eine ihrer Bomben platzen.
                                                                                                                                                           

Fazit

Ich empfehle, die ersten zwei Bände direkt hintereinander zu lesen oder noch am besten die gesamte Trilogie, da sehr wenige bis gar keine Wiederholungen gemacht werden, was die Feinde der endlosen Wiederholung erfreut, zeitgleich aber auch den Nachteil hat, dass man vieles nicht mehr parat hat, wenn man die Bücher nicht möglichst zeitnah liest. Ich vergebe 4 Herzen an INSURGENT(und weigere mich, diesen merkwürdigen deutschen Beititel zu verwenden).

Rezension: Divergent (Die Bestimmung) - Veronica Roth

Infos

Teil 1 einer Trilogie, die sowohl auf Deutsch (cbt) als auch auf Englisch (Katherine Tegen Books) bereits vollständig erschienen ist. Divergent/Die Bestimmung wurde bereits verfilmt und kam im April 2014 in die deutschen Kinos.
Autorin: Veronica Roth
Deutscher Titel: Die Bestimmung
                                                                                                                                                          

Inhalt

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…
                                                                                                                                                          

Meine Meinung

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mich mit den nicht-englischen Namen der Fraktionen anfreunden kann, weil, seien wir ehrlich DAUNTLESS klingt einfach viel besser als FEROX. *schauder*
Nachdem ich dann auch mal der letzte Mensch auf Erden bin, der diese Trilogie gelesen hat, gehöre auch ich zu denen, die absolut begeistert sind! Ein Faktor, den ich toll fand, war dieser hier: Tris‘ Aussehen. Ja, genau, ihr habt richtig gelesen. Ich möchte es, dass sie und andere ihre Nase nicht hübsch fanden. Warum? Weil wir hier endlich einmal nicht den optisch perfekten Charakter haben, den alle männlichen Geschöpfe auf Erden anbeten. Danke, Veronica Roth, danke! Aber noch viel mehr haben mir die Charaktere gefallen, die so greifbar und realistisch waren, so liebens- und hassenswert. Als Dystopieroman teilt DIVERGENT/DIE BESTIMMUNG natürlich einige Merkmale anderer Romane dieses Genres, dennoch hebt sich dieses Buch von den anderen seines Genres ab, denn die Idee war neu, die verschiedenen Seren, um verschiedene Simulationen durchzuführen waren neu und auch als nicht-Laborratte fand ich diesen Aspekt der Geschichte unheimlich interessant. Es hat sehr viel Spaß gemacht, DIVERGENT zu lesen, ich habe mich über die „Wahlmöglichkeiten“ aufregen können (freie Wahl, aber wenn du deine Fraktion verlässt, bist du raus aus deiner Familie und bei allen unten durch. Aber du hast die freie Wahl *boaaahr* und auch übrigens, wenn du die Initiation nicht schaffst, hast du gar keine Fraktion mehr *doppelboahr*) Was ich so am Buch geliebt habe ist, dass man es nur sehr schwer aus der Hand legen kann und selbst wenn man es nur zum Schlafen tut, denkt man nur noch an dieses Buch und daran, wie es weitergehen wird.
Ich bin auch von den kleinen und großen Bomben, die Veronica Roth immer wieder platzen lässt, schwer begeistert. Was vorher nicht klar ist, ist nämlich, dass Tris, obwohl sie sich für Dauntless, ups, Ferox, ich entschuldige mich schon mal für etwaige weitere Patzer diesbezüglich, entschieden hat, nicht sofort Teil der Fraktion ist. Jede Fraktion hat einen Initiationsprozess und bei Dauntless *seufz* Ferox werden nur die besten 10 aufgenommen. Tris muss sich also gegen eine nicht geringe Anzahl von Gegenspielern in Kämpfen behaupten. Das Problem ist nur, ihre Gegner halten nichts vom Fair-Play… Veronica Roth schickt uns also nur Augenblicke, nachdem Tris sich für Ferox entschieden hat auf eine Achterbahnfahrt an Spannung, Gefühlen und Moral, denn durch das Verhalten von Charakteren wie Eric und den aufgezeigten Makeln des Systems baut Veronica Roth diese zunächst unterschwellig ein, um sie dann immer stärker hervortreten zu lassen.
Leider war der erste Band der Trilogie für mich in einigen Punkten auch sehr vorhersehbar, was dem Lesevergnügen jedoch nicht geschadet oder das Buch langweilig gemacht hat.
Noch einmal zu Tris. Sie hat sich sehr schnell zu einem meiner liebsten Buchcharaktere entwickelt. Sie ist stark. Sie überwindet ihre Ängste. Sie setzt sich durch. Sie ist manchmal ein Hitzkopf, aber gleichzeitig hat sie auch sehr selbstlose Züge an sich. Mir ist selten ein Charakter begegnet, mit dem und mit dessen Handlungen ich so übereingestimmt habe wie es bei Tris der Fall war.
                                                                                                                                                           

Fazit

Ich bin absolut begeistert und im Bereich Dystopie konkurriert DIVERGENT/DIE BESTIMMUNG bei mir gearde mit THE HUNGER GAMES um den Thron. Es lohnt sich auf jeden Fall, dieses Trilogie zu lesen und der Auftakt ist einer derer, die einen vom Hocker hauen. DIVERGENT/DIE BESTIMMUNG bekommt 5 von 5 Herzen.