Montag, 29. September 2014

Rezension: The Mortal Instruments - City of Bones (Chroniken der Unterwelt - City of Bones) - Cassandra Clare

Infos

Band 1 der 6-bändigen Mortal Instruments (Chroniken der Unterwelt) Reihe von Cassandra Clare, erschienen bei Margaret K. McElderry Books (Englisch), die deutsche Ausgabe erschien im Arena Verlag.
Deutscher Titel: Die Chroniken der Unterwelt - City of Bones
Autorin: Cassandra Clare

Inhalt

Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary ein wohlgehütetes Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte eins der Bruderschaft der Shadowhunter an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt und vernichtet. Clary beginnt nun ebenfalls nach und nach in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten?

 

Meine Meinung

Wahrscheinlich sitzt ihr jetzt vor den Bildschirmen und denkt "Hab ich schon gelesen und es ist einfach genial!" - Und damit habt ihr Recht. Während ich das hier schreibe wartet Band 4 darauf, dass ich immer tiefer in ihn versinke und ich kann euch sagen, diese Reihe hat Lieblingsreihenpotential!
Mit Clary hat Cassandra Clare uns eine wunderbare Hauptprotagonistin geschaffen. Clary ist nicht nur intelligent und willensstark, sie ist auch selbstbewusst und ein ganz schöner Dickkopf. Ein Charakter nach meinem Geschmack. In so mancher Situation, z.B. was die Gefühle der Menschen um sie rum für sie angeht, steht sie aber auch ganz schön auf dem Schlauch und oft handelt sie auch unüberlegt und begibt sich dadurch selbst in Gefahr, was zeigt, dass wir hier keinen perfekten Hauptcharakter vor uns haben, also einen durchaus realistischen Menschen. Aber nicht nur Clary ist ein realistischer und authentischer Charakter, nein, bei Cassandra Clares Charakteren kann man sich wirklich nicht beschweren, Isabelle, Magus, Alec, Jace, Simon, ... sie alle sind wie aus dme richtigen Leben gegriffen. Nur Jace regt mich immer noch auf, mit seinem wechselnden Verhalten. Manchmal wünsche ich mir, er würde sich entscheiden ob er jetzt ein gemeiner Fiesling oder der super nette Kerl sein will und dabei bleiben.
Valentine ist ein Bösewicht nach meinem Geschmack, denn obwohl er eindeutig der wahnsinnige evil Lord of the Finsternis ist, der droht alles und jeden zu vernichten und die Macht an sich zu reißen, so ist bei ihm auch noch eine andere Seite vertreten. Er hat noch eine menschliche Seite und - tatsächlich - er hat offenbar GEFÜHLE! O.o Auch wenn diese teilweise sehr verdreht sind und denjenigen, denen er diese Gefühle entgegenbringt, bestimmt nicht gut tut. Aber er hat Gefühle und ist nicht nur der wahnsinnige evil Antagonist, der nur noch nach Macht strebt.
Auch wenn ich eigentlich dagegen bin Buchreihen verschiedener Autoren miteinander zu vergleichen, so musste ich nach dem Lesen doch an Rowlings Harry Potter denken, weil mich Cassandra Clare mit ihrer Welt genau so in den Bann gezogen und verzaubert hat, wie Rowling mit Harrys Welt und auch der Schreibstil der Autorin lässt nicht zu wünschen übrig, sie schreibt mit viel Herz, Sarkasmus, Humor, die Worte fließen dahin und werden vom Leser in sich aufgesaugt. Clare gibt uns Schattenjäger, Warlocks, Feen, Vampire, Dämonen, mystische sagenumwobene Objekte, ... Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, ohne das es so wirkt, als hätte die Autorin krampfhaft versucht möglichst viele Geschmäcker und Leser anzusprechen. Auch spannende Plottwists bleiben nicht aus, die Autorin schockt und erstaunt uns immer wieder.

Fazit

Ein toller Auftakt für eine wundervolle Reihe, bei der es so schnell nicht langweilig wird (zumindest jetzt bis Band 4 noch nicht). Wer einmal in die Welt der Schattenjäger hinabgestiegen ist, wird so schnell nicht wieder rauskommen wollen. Jedoch gab es für mich einige Stellen, an denen ich mir mehr Handlung anstatt drum herum reden gewünscht hätte und die sich meiner Meinung nach und für mich zu sehr gezogen haben, weswegen es "nur" 4 von 5 Herzen gibt.

Rezension: Isla and the Happily Ever After (Rendezvous in Paris) - Stephanie Perkins

 

Infos

3. Band der Trilogie von Stephanie Perkins (ANNA AND THE FRENCH KISS, LOLA AND THE BOY NEXT DOOR), auf Deutsch erscheint RENDEZVOUS IN PARIS am 9. Februar 2015, auf Englisch bei Dutton Juvenile und Usborne Publishing erschienen.
Autorin: Stephanie Perkins

Inhalt

Was passiert nach dem Happy End?

Isla kann ihr Glück kaum fassen: Zu Beginn ihres letzten Schuljahres in Paris sucht Josh tatsächlich ihre Nähe. Innerhalb kürzester Zeit schwebt Isla im siebten Himmel, denn Josh ist alles, wovon sie immer geträumt hat. Aber was passiert eigentlich nach dem Happy End? Als Josh von der Schule fliegt, werden die beiden auf eine harte Probe gestellt …


 

Meine Meinung

Der dritte und letzte Band der Trilogie kommt dem tollen ersten Band wieder sehr nahe. Wir haben wieder den Charme des ersten Bandes durch die gewohnte Umgebung des Pariser Internats und uns aus dem ersten Band bekannter Charaktere - Isla und Josh. Deren Liebesgeschichte ist fast so schön wie die von Anna und Étienne, vor allem weil sie durch Auf und Abs sehr realistisch erscheint - bis zu dem Punkt wo das Drama ein solches Level erreicht hat, dass ich mit den Augen rollen musste, weil es einfach too much war und sehr, sehr teenagerdramasoapmäßig war. Dieser sehr nervige Aspekt konnte jedoch durch die Charaktere aus den ersten beiden Bänden, die wie bei einem Klassentreffen zusammenkommen, wieder gerettet werden. Das war vor allem deshalb schön zu lesen, weil so der Zusammenhang zwischen den Büchern deutlich wurde und ihre Geschichten eben auch nach Abschluss ihres eigenen Bandes weitergehen.


Fazit

Auch der 3. Band der Trilogie von Stephanie Perkins überzeugt durch die süße, wenn auch bisweilen dramatische und etwas nervige Liebesgeschichte zwischen Josh und Isla sowie durch Stephanie Perkins lebendige, leichten, fließenden Schreibstil, der es möglich macht, dass Buch in einem einzigen Rausch zu lesen. Da mich das Teenagerdrama bisweilen doch sehr stark genervt hat und stellenweise nicht gerade den Wunsch in mir hat aufkommen lassen unbedingt weiterzulesen, gibt es "nur" 4 von 5 Herzen für ISLA AND THE HAPPILY EVER AFTER.

Rezension: Sisterhood Everlasting (Eine für 4 - Für immer und ewig) - Ann Brashares

Infos

5. und finaler Band der Eine (Jeans) für vier Reihe von Ann Brashares, auf Deutsch bei cbj/cbt unter dem Titel "Eine für vier - Für immer und ewig" erschienen, auf English bei Random House.
Autorin: Ann Brashares

Inhalt

Die Jeans, die sie einst geteilt haben, ist längst verschwunden und die vier unzertrennlichen Freundinnen hat es in alle Windrichtungen zerstreut. Carmen lebt in New York, Lena auf Rhode Island, Bridget in San Francisco und Tibby in Australien. Der Kontakt ist selten geworden. Da hat Tibby eine geniale Idee: Sie schlägt vor, sich auf »ihrer« griechischen Lieblingsinsel zu treffen, um dort ein großes Wiedersehen zu feiern. Alle sind begeistert und reisen voller Vorfreude an. Nur Tibby taucht nicht auf ...

Meine Meinung und Fazit

Ein Abschlussband, der einem Tränen der Trauer und der Wut in die Augen treibt. Warum werde ich hier, um niemanden zu spoilern, nicht verraten, aber wer es gerne genauer wissen möchte, der sollte bei Amelies Rezensionen vorbeischauen, denn die liebe Amelie einen wunderschönen Blogpost zu diesem Buch verfasst.
Die Freundinnen sind erwachsen geworden und das merkt man diesem Buch deutlich an, auch wenn immer noch ein paar jugendliche Eigenarten vorhanden sind, bei denen man sich als Leser denken mag "Wird doch endlich mal erwachsen, Mädel", aber hey, wer will das schon? ;-) Dieser band erzählt nicht mehr die Geschichte der Reise der Jeans, sondern die Geschichte des Erwachsenwerdens der jungen Frauen und wie diese sich und ihre Freundschaft wiederfinden, denn wie das nun mal so ist, Freundschaften lockern sich, sind nicht mehr so eng und man verliert sich aus den Augen, der Kontakt ist anfangs noch sehr eng und wird dann allmählich immer weniger.
Ann Brashares erzählt auch sehr schöne Weise wie die Protagonistinnen ihre Freundschaft wiederfinden, wie sie wieder zueinander finden und sich wieder näherkommen - und der Auslöser dafür ist sowohl ein trauriger wie ein schöner. (Ich merke grade, dass es sehr schwer fällt darüber zu schreiben, ohne zu spoilern, argh.)
Der Band ist aber auch wesentlich ernsthafter von seinem Grundton her als die vier Vorgängerbände, die ich in Gedanken liebevoll als "Sommerferienfreundschaftsreisebücher" bezeichne und es gibt wenig humorvolle Stellen in diesem Band, der doch recht schwermütig ist. Nach der letzten Seite klappt man das Buch mit einer Mischung aus "Hach" und traurigen Gefühlen zu.
Ich habe das Buch Anfang September gelesen und weiß immer noch nicht recht, wie ich es bewerten soll. Es erzählt eine schöne, aber gleichzeitig auch traurige Geschichte, eine Geschichte von Verlust und Wiederfinden, von Abschieden und Neuanfängen.
Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Herzen an SISTERHOOD EVERLASTING/EINE FÜR VIER - FÜR IMMER UND EWIG.

Rezension: Lola and the Boy Next Door - Stephanie Perkins

Infos

2. Band in der Trilogie nach ANNA AND THE FRENCH KISS, bei Dutton Juvenile Speak erschienen
Deutscher Titel: Schmetterlinge im Gepäck, erschienen bei cbj
Autorin: Stephanie Perkins
Zurzeit sind die ersten zwei Bände auf English sehr günstig bei Amazon für den kindle erhältlich.

Inhalt

Lolas Leben ist nicht nur außergewöhnlich, sondern auch ziemlich toll: Sie lebt mit ihren zwei Vätern in San Francisco, zieht jeden Tag ein anderes ausgeflipptes Outfit an und hat einen coolen Rockmusiker als Freund! Doch als auf einmal ihre ehemaligen Nachbarn nach zwei Jahren Abwesenheit wieder in das Haus nebenan ziehen, steht ihre Welt Kopf. Denn nicht nur hat ihr Calliope damals die Freundschaft gekündigt, sondern vor allem ist deren Zwillingsbruder Cricket der Junge, der Lola vor zwei Jahren das Herz gebrochen hat …

Meine Meinung

Schade, ich habe so viel Gutes und nur Gutes über diese Trilogie gehört, doch Band 2 konnte mich nicht so in den Band ziehen wie ANNA AND THE FRENCH KISS. Schön war aber, dass es ein Wiedersehen mit Anna und Étienne gab, weshalb man die Bücher, auch wenn die einzelnen Liebesgeschichten in sich abgeschlossen sind, in der richtigen Reihenfolge lesen sollte, um sich den Spaß nicht zu verderben, denn sonst weiß man ja, wie die anderen Geschichten ausgehen.
LOLA AND THE BOY NEXT DOOR hat mich also nicht so mitreißen können wie Band 1, was nicht bedeutet, dass Band 2 schlecht wäre, er ist wie die Geschichte von Anna und Étienne leicht und schnell zu lesen, ein angenehmer flüssiger Schreibstil mit der gelegentlichen Priese wirklich guten Humors. Aber vielleicht ist es das Schicksal von den sogenannten "Zwischenbänden", dass sie nicht so gefallen wie der erste Band. Allerdings ist auch nicht sonderlich viel passiert und anfangs wartet man eine ganze Zeit lang sehnsüchtig darauf, dass Lola und ihr Musikerfreund Max sich trennen, damit sie und Cricket sich annähern und endlich zusammenkommen können - was ja schon von vornerein klar ist, oder? So gesehen sind diese Liebesgeschichten auch alle recht vorhersehbar, was ihr Ende anbelangt, aber dennoch schön zu lesen. Wenn der herbeigesehnte Moment endlich da ist, passiert aber wiederum erst mal eine ganze Weile nichts zwischen Lola und Cricket, was ziemlich nervig ist, da man schon wieder soooooo lange warten muss. Auch konnte ich mit Lola nicht so viel anfangen und sie war mir nicht ganz so sympathisch und bot mir nicht genügend Identifizierungspotential wie ihre Vorgängerin Anna. Du Cricket war mir auch zu blass und ich fand es nicht ganz glaubwürdig, dass jemand freiwillig so viel für seine Schwester zurücksteckt.

Fazit

LOLA AND THE BOY NEXT DOOR/SCHMETTERLINGE IM GEPÄCK  ist zwar nett und schön zu lesen, auch hier hat man das Buch in wenigen Tagen durch, aber den gleichen Effekt wie ANNA AND THE FRENCH KISS/HERZKLOPFEN AUF FRANZÖSISCH hatten Lola und Cricket nicht auf mich. Somit bekommt ihre Liebesgeschichte auch leider nur 3 von 5 Herzen von mir.

Samstag, 6. September 2014

Rezension: Thirteen Reasons Why (Tote Mädchen Lügen nicht) - Jay Asher

Infos

Einzelband, auf Deutsch beim cbt Verlag und auf English bei Penguin erschienen.
Autor: Jay Asher
Deutscher Titel: Tote Mädchen lügen nicht
gelesen auf Englisch als ebook
 

Inhalt

Als Clay Jensen von der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor, von der er die erste sogleich abspielt. Er ist geschockt, als er die Stimme von Hannah Baker hört, seiner ehemaligen Mitschülerin, für die er geschwärmt hat - und die sich vor zwei Woche das Leben genommen hat. Hannah erklärt ihm, dass er mit den Kassetten die Gründe für ihren Selbstmord in der Hand hält. 13 Gründe, 13 Menschen macht Hannah für ihren Tod verantwortlich und diese müssen sie der Liste nach an die jeweils nächste Person weitergeben - und Clay steht ebenfalls auf dieser Liste.

Meine Meinung

Dieses Buch geht unter die Haut. Das deutsche Cover mutet eher wie ein Thriller an und wird der ernsthaften Thematik dieses Buches daher nicht gerecht. Das Originalcover ist sehr viel trauriger und daher auch passender.
Ich konnte und wollte nicht mit dem Lesen aufhören und hätte es auch nicht getan, wenn ich nicht hätte schlafen müssen. Denn nicht nur Clay kann sich nicht vorstellen, wie er auf Hannahs Liste gekommen ist, auch als Leser fragt man sich, wie dieser nette zu ihrem Selbstmord beigetragen haben soll. Natürlich ist man auch neugierig zu erfahren, was genau sich zugetragen hat und was Hannah dazu getrieben hat, Selbstmord zu begehen.
Dieses Buch ist unglaublich! Ich kenne kaum Bücher, die sich mit den Themen Mobbing und Selbstmord befassen und dieses Buch wird der schweren Aufgabe, diese Themen respektvoll und ungeschönt zu behandeln, durchaus gerecht. Nicht umsonst wird es jetzt auch als Schullektüre für den Englischunterricht angeboten und auch im Deutschunterricht haben schon einige Klassen dieses Buch gelesen.
THIRTEEN REASONS WHY/TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT zeigt auf erschreckende und ehrliche Weise, wie sehr wir auch mit Kleinigkeiten, kleinen Kommentaren, einer anfangs klein erscheinenden Lüge, mit der wir das eigene Ego puschen und vor anderen gut dastehen wollen, beeinflussen - und auch zerstören können. Denn "Everything affects everything" und zieht einen Rattenschwang hinter sich her und schließt die Opfer in einen Kreislauf ein, aus dem sie alleine nicht mehr ausbrechen können - denn wer glaubt dem als "Flittchen" abgestempelten Mädchen schon, dass es nur mit dem Jungen Händchen gehalten und ihn geküsst hat, wenn eine große Gruppe anderer Menschen das genaue Gegenteil behauptet?
Warum lässt Hannah die Kassetten den 13 Menschen zukommen? Sie hatte zu dem Zeitpunkt ja bereits beschlossen ihr Leben zu beenden. Diese Menschen werden sich also nie mehr bei ihr entschuldigen können, selbst wenn sie ihr Fehlverhalten einsehen und sich entschuldigen wollen würden. Aber sie kann ihnen zumindest ihr Verhalten vor Augen führen und dadurch besteht ja zumindest die Hoffnung, dass die Personen daraus lernen und sich ändern.
Auch wenn man das gesamte Buch über weiß, dass sich nichts an Hannahs Schicksal ändern wird, vermittelt dieses Buch doch Hoffnung. Hoffnung, dass damit Menschen erreicht werden und sich ändern. Hoffnung, dass wir unseren Mitmenschen mehr Aufmerksamkeit schenken und hoffentlich die (kleinen) Zeichen sehen und helfen können, bevor es zu spät ist.
Obwohl Hannah nicht mehr da ist, ist es durch ihre Kassetten und die Karte mit den Orten von denen sie spricht so, als würde sie uns die ganze Zeit begleiten. Je weiter wir in Hannahs Leidensgeschichte kommen, desto trauriger wird es, besonders an dem Punkt, an dem Hannah den Kampf und Widerstand gegen die Gerüchte und das Mobbing aufgibt und sich so verhält, wie andere es von ihr erwarten. Das war ebenso traurig und bestürzend wie die Tatsache, dass sie nicht mehr da ist.

Fazit

Ich wünsche mir von diesem Buch, dass es Menschen erreicht und verändert, aber wenn wir mal ehrlich sind, werden die wenigsten Menschen Einsicht zeigen und sich ändern, sollten sie überhaupt von sich aus zu diesem Buch greifen. Hannahs Geschichte lässt den Leser nicht mehr los und wieder besseren Wissens hofft man, dass es ein Happy End gibt. Dieses ehrliche, nachdenklich stimmende, uns unsere Verantwortung unseren Mitmenschen aufzeigende Buch bekommt von mir 5 von 5 Herzen und ist eine ganz klare Leseempfehlung für jeden - egal welchen Alters, egal welchen Lesegeschmacks.

Freitag, 5. September 2014

Rezension: Before I die (Bevor ich sterbe) - Jenny Downham

Infos

Ein Einzelband, der auf Englisch bei David Fickling Books und auf Deutsch bei cbt erschienen ist.
Autorin: Jenny Downham
Deutscher Titel: Bevor ich sterbe
gelesen als: ebook

Inhalt

Die 16-jährige Tessa hat Leukämie und ihr Kampf ist nun nach vier Jahren verloren. Tessa wird sterben. In der wenigen Zeit, die ihr noch bleibt, will Tessa leben - tun, was sie will, wann sie will. Einen Tag zu allem nur "ja" sagen. Drogen nehmen. Mit einem Jungen schlafen. Doch dann taucht Adam auf und ein weiterer Punkt taucht auf ihrer Liste auf, der mehr als nur ein Punkt auf ihrer Liste wird - Darf sie sich in ihn verlieben, wenn sie doch sterben wird?

Meine Meinung

Ein Krebsbuch und dann noch mit Liebesgeschichte - das wird einige sicher abschrecken, denn wir erfahren ja schon bereits zu Beginn, dass Tessa sterben und die Geschichte zwischen ihr und Adam deswegen kein gutes Ende nehmen wird. Und das stimmt bereits von Anfang an traurig.
Anfangs hatte ich Probleme ins Buch reinzukommen, weil mir Tessas Freundin so negativ entgegengekommen ist. Ich fand sie sehr egoistisch und rücksichtslos ihrer Freundin gegenüber. Klar, das Leben muss weitergehen, wird weitergehen, mit Tessa und auch ohne Tessa, aber trotzdem muss man doch Rücksicht auf eine krebskranke Todeskandidatin nehmen und sie unterstützen und ihr beistehen und nicht nur auf sich selbst achten?
Ich mochte an diesem Buch, dass der Tenor nicht "arme Tessa sie wird sterben" ist und keineswegs deprimierend ist, sondern, dadurch, dass Tessa eine Liste von Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben und tun will, erstellt, wirkt es sehr lebensbejahend und in gewisser Weise sogar optimistisch und sehr aktiv, auch wenn meine Liste nicht mit der von Tessa übereinstimmen würde, jedenfalls nicht in allen Punkten. Und auch wenn ich von Tessa anfangs nicht so den Eindruck hatte, dass sie noch weiterleben will, so ändert sich dies im weiteren Verlauf des Buches und sie beginnt wieder weiterzukämpfen, um Dinge zu erleben, für die es sich zu leben und zu kämpfen lohnt und sie tut dies nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschen, die sie lieben und die sie liebt. Und so wünscht man sich, auch wenn gleich zu Beginn gesagt wird, dass Tessa sterben wird, dass doch noch ein Wunder geschieht und sie widererwarten gesund wird.

Fazit

Ein trauriges, aber auch schönes Buch, dass wegen der anfangs sehr nervigen, unsympathischen und egoistischen besten Freundin und der Tatsache, dass das Ende schon vorweg genommen wird und dem Leser so jede realistische Hoffnung und Spannung auf eine Genesung Tessas nimmt, nur 3 von 5 Herzen erhält.

Rezension: Anna and the French Kiss - Stephanie Perkins

Infos

Band 1 einer Trilogie, deren erste zwei Bände bereits auf deutsch bei cbj erhältlich sind. Die Trilogie ist auf englisch vollständig bei Usborne Publishing Ltd erschienen.
Autorin: Stephanie Perkins
Deutscher Titel: Herzklopfen auf Französisch
gelesen als: ebook

Inhalt

Als Anna von ihren Eltern auf eine Schule für amerikanische Kids in Paris geschickt wird, ist sie alles andere als begeistert. Warum soll sie ausgerechnet ihr letztes Schuljahr in einem Land verbringen, dessen Sprache sie nicht beherrscht? Nicht nur, dass sie ihren kleinen Bruder und ihre beste Freundin Bridgette zurücklassen muss, nein, sie wird auch noch von ihrem Schwarm, dem sie doch gerade erst endlich näher gekommen ist, getrennt. Doch durch ihre neuen Freunde wird Annas Parisaufenthalt nicht nur erträglich, sondern auch wunderschön. Besonders mit Étienne versteht sie sich gut und die beiden werden beste Freunde. Étienne sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch ein kluger Kopf. Doch einen Makel hat er: seine Freundin Ellie ...

 

Meine Meinung

Zunächst einmal: Ich lese selten Contemporary Romane, weil sie mir meistens zu schnulzig-schmalzig sind, aber Stephanie Perkins hat mich eines besseren belehrt und mich bereits nach den ersten Sätzen verzaubert. Contemporary Romane, here I come!
ANNA AND THE FRENCH KISS hat es mir also gleich nach den ersten par Sätzen angetan, denn Stephanie Perkins schreibt leicht, flüssig, lebendig und gibt eine schöne Prise Witz und Humor mit in ihre Schreibe hinein.
Da ich bereits in Paris war, was allerdings auch schon fast 8 Jahre her ist, fand ich es besonders schön, beim Lesen meine eigenen Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, beispielsweise an die Notre-Dame. Ich denke also, wer bereits in Paris war und die beschriebenen Orte mit eigenen Augen gesehen hat, wird bei Annas Erkundungen doppelt so viel Spaß haben.
Die Charaktere waren sehr realistisch und greifbar und so war auch nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen zwischen ihnen. Besonders Bridgettes Verhalten hat mich aufgeregt, denn es wirkte so, als würde sie sich systematisch in Annas Leben in Atlanta zu drängen und dieses zu übernehmen. Zeitweise schien ihr Bruder sie sogar mehr zu mögen als seine eigene Schwester, was mir wie Anna einen derben Stich ins Herz verpasst hat. Anna tat mir so leid, denn es ist zwar toll, dass sich Bridge um ihren Bruder kümmert, aber sich wie die Schwester zu benehmen, diese zu spielen und quasi ihre Rolle zu übernehmen geht zu weit, er hat ja schließlich schon eine Schwester!
Annas Haltung gegenüber Paris verändert sich im Laufe ihres Aufenthaltes natürlich und es war anfangs schon abzusehen, dass ihre anfängliche Meinung wohl ins Gegenteil umschlagen würde, was witzig zu beobachten war.
ANNA AND THE FRENCH KISS ist ein leichtes Buch eine leichte Lektüre, die den Leser jedoch so in den Bann zieht, dass man das Buch in einem einzigen Rausch vom ersten bis zum letzten Wort durchlesen kann und möchte. Die Geschichte ist wirklich herzerwärmend, man schließt die Charaktere sofort ins Herz, freut sich und leidet mit ihnen, lacht und weint mit ihnen und, wie Katytastic in einem ihrer Youtubevideos gesagt hat, man möchte Stephanie Perkins Buch nach dem Lesen am liebsten umarmen und ganz, ganz fest halten.

Fazit

Ein leichter, flüssiger, unkomplizierter Schreibstil, mit einigem Witz. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, sodass man einige wunderschöne Lesestunden mit diesem Roman hat. Die Geschichte berührt, ohne zu schmalzig oder schnulzig zu sein. Für Freunde von Contemporary Romanen und Liebesgeschichten sehr zu empfehlen, um nicht zu sagen ein Must-read, dem ich 5 von 5 Herzen gebe.

Rezension: Skulduggery Pleasant - The Dying of the Light - Derek Landy

Infos

9. und finale Band der grandiosen Skulduggery Pleasant Reihe, am 28. August 2014 bei Harper Collins Children erschienen, auf deutsch wahrscheinlich im Oktober 2015 im Loewe Verlag, Titel momentan noch unbekannt.
Autor: Derek Landy (the Golden God himself)
gelesen als: Hardcover
Tipp: Solltest du die Reihe noch nicht gelesen haben, solltest du damit echt nicht länger warten. Ehrlich mal: Worauf wartest du noch? Los, los! Lies!

Inhalt

Walküre. Darquesse. Stephanie. Die Welt ist nicht groß genug für alle drei. Das Ende wird kommen.
Der Krieg unter den Sanktuarien wurde gewonnen, jedoch nicht ohne Verluste. Nach dem Verlust von Walküre Unruh muss Skulduggery Pleasant alles aufbringen und alle Mittel nutzen, um Darquesse zu finden und um sie zu stoppen, bevor sie die Welt vernichtet. Und so trommelt er eine Truppe aus Soldaten, Monsterjägern, Mördern, Kriminellen ... und Walküres eigenem, mordlüsternem Spiegelbild zusammen. Der Krieg wurde vielleicht gewonnen, aber der finale Kampf beginnt erst jetzt. Und nicht jeder wird dabei überleben ...

Meine Meinung

Ich bin immer noch ein bisschen sprachlos. Nachdem ich THE DYING OF THE LIGHT am 5.9.14 gegen 1 Uhr morgens nach dem letzten Satz zuklappte, befand ich mich in einem Zustand von Begeisterung, Schock und Melancholie. Derek Landy schreibt wie kein anderer, er schafft es wie kein anderer, seine Leser zu traumatisieren, ihnen Hoffnung zu machen und ihnen dann ins Gesicht zu lachen, wenn er diese wieder zerstört. Immer wieder hat Derek Landy mich beim Lesen aufs Kreuz gelegt und hinters Licht geführt und damit bewiesen, dass er einer der ganz Großen und ein Meister seines Fachs ist. Hier zeigt sich auch, wie gut die gesamte Reihe durchdacht und geplant war, Charaktere, die irgendwann einmal eine Rolle gespielt haben, dann aber wieder in der Versenkung verschwunden sind und die man wieder vergessen hat, tauchen wieder auf, Handlungsstränge und Themen aus vorherigen Bänden werden wieder aufgegriffen, spielen in diesem Band eine Rolle und finden ihren fulminanten, allumfassenden Abschluss, bei dem nichts offen bleibt, weder Fragen noch Handlungsstränge. Außer Saracen Rues magische Disziplin, aber hey "Saracen Rue knows things", vielleicht ist er ja in Wahrheit Derek Landy, der weiß ja schließlich auch alles über seine Reihe. ;)
Nachdem der Autor auf seinem Blog angekündigt hatte uns mit dem letzten Band quasi zu traumatisieren, bin ich froh, dass ich mich jetzt doch nicht in psychologische Behandlung begeben muss. Nicht, dass die Geschehnisse nicht traumatisierend wären, aber ich hatte mir ein weitaus schlimmeres Ende vorgestellt und Derek Landy gab mir mehr, als ich erwartet hatte und mehr als ich mir erträumt hätte. Das Ende ist perfekt, genau wie die gesamte Reihe und noch nie war ich mit einem Abschlussband so zufrieden.
THE DYING OF THE LIGHT ist ein absoluter Pageturner, ist spannend, actiongeladen, humorvoll wie gewohnt, auch wenn der Ton des 9. Bandes größtenteils doch sehr ernsthaft ist, die Ereignisse sind dramatisch, nervenaufreibend und der Abschlussband ist so umwerfend schön, weil so viele Dinge geschehen, die ich nicht mehr erwartet hatte. Natürlich, denn wir kämpfen hier ja gegen Darquesse, gibt es eine ganze Menge Kampfszenen, die es so in sich haben, dass ich das Buch beim Lesen ganz fest umklammert hielt. Wie die kleine Inhaltsangabe verrät, kommt nicht jeder lebend raus, daher ist THE DYING OF THE LIGHT auch traurig, aber es waren nicht nur Abschiede von Charakteren, sondern auch andere Stellen und Situationen, bei denen mir die Tränen kamen.
THE DYING OF THE LIGHT ist ein grandioser, fulminanter, perfekter Abschluss für eine ebenso großartige und perfekte Reihe. Unsere geliebten und verhassten Charaktere kommen wieder zusammen, Allianzen werden geschlossen, aufgelöst, es gibt herzerwärmende Momente, Derek Landy lässt Dinge für sie geschehen, die ich nicht mehr für möglich gehalten hätte. Besonders schön war, dass man manchmal nicht mehr sagen konnte, ob ein Bad Guy immer noch ein Bad Guy war. Ich meine hier besonders meinen Lieblings-Bad-Guy Billy-Ray Sanguine und meine Lieblingstölpel Vaurien Scapegrace Thrasher.

Fazit

Ein Abschied, aber ein würdiger Abschied, einer den ich mir besser nicht hätte wünschen können, aber ein Abschied von einer grandiosen Buchreihe, einer Welt voller Magie und Abenteuern und liebgewonnenen Charakteren. Ich werde sie und ihre Welt sehr vermissen. Ganz schön vermissen. Brutalst vermissen. Aber wie Tanja geschrieben hat: Bücher kann man immer wieder lesen. =) Die Charaktere warten zwischen den Buchdeckeln auf mich, darauf, dass wir uns immer wieder von Neuem kennen lernen und gemeinsam Abenteuer erleben. Doch am schwersten ist dieses Gefühl, das ihr sicher alle kennt, wenn man ein Buch schließt, nachdem man den letzten Satz auf der letzten Seite gelesen hat, und genau weiß, dass keines mehr kommen wird, dass es das jetzt für immer war und man einfach weiß, dass keine Reihe, keine Trilogie, kein Einzelband jemals so gut sein wird, kennt ihr das Gefühl? Aber Derek Landy wird weitere Bücher schreiben und uns in eine neue Welt mit neuen Charakteren, neuen Freunden mitnehmen. 2015 lässt also hoffen. Maybe the light isn't dead after all ... ;-)
SKULDUGGERY PLEASANT - THE DYING OF THE LIGHT von Derek Landy bekommt von mir 7 von 5 Herzen. 5 von der Maximalbewertung und ich gebe dem Band und der Reihe auch noch mein eigenes Herz und das meines ungeborenen Kindes (Sorry, Schatz.).

Montag, 1. September 2014

Rezension: Before I fall (Wenn du stirbst, zieht dein ganzen Leben an dir vorbei, sagen sie) - Lauren Oliver

Infos

Ein Einzelband von Lauren Oliver, der auf englisch bei Harper Collins und auf deutsch bei Carlsen erschienen ist.
Autorin: Lauren Oliver
Deutscher Titel: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Inhalt

Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte ...

Meine Meinung

Und täglich grüßt das Murmeltier - so lässt sich dieses Buch am besten beschreiben, denn Sam erlebt den Tag ihres Todes wieder und wieder - so lange, bis sie, wie im Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" alles richtig macht und die Zeit weiterläuft. Klingt interessant, ist aber auf Dauer dann doch ein bisschen nervig-eintönig und ich hab irgendwann nur noch gedacht "benimm dich doch so und so", "mach doch das und das", "warum tust du das?"
Vorab aber: Wie zum Geier kam Carlsen bitte auf diesen abnorm langen Titel? Ein kürzerer wäre prägnanter gewesen etwas wie "Wenn du stirbst" vielleicht. Aber das nur mal so am Rande.
Samantha ist für mich der erste Hauptcharakter einer bestimmten Art gewesen. Nämlich der Art, die ich nicht leiden konnte. Sie ist total unsympathisch! Sie gehört einer Clique angesehener und beliebter Highschool Schülerinnen an, die natürlich, wie soll es auch anders sein, andere, weniger beliebte oder hübsche Schülerinnen und Schüler herumstoßen. Und Sam tut stumpf genau das, was ihre beste Freundin von ihr verlangt und erwartet - Menschen, die sie nicht leiden kann ohne Begründung herumstoßen und mobben. Brutal war dabei auch noch, wie Samantha Bestätigung und Absolution beim Leser gesucht hat, indem sie fragt, ob es wirklich so schlimm wäre, was sie ihren Mitschülern angetan hat und ob wir nicht alle schon mal sowas gemacht hätten, es also gar nicht so schlimm sei. Für mich sind die Antworten klar: Ja, es war schlimm, was du getan hast und nein, ich habe mich nie so verhalten wie du. Jedoch hatte ich Mädchen in meiner Klasse, die sich wie Sam und ihre Freundinnen benommen haben und die bis heute nicht einsehen, dass das, was sie getan haben, unter aller Kanone war. Sams Uneinsichtigkeit ist also durchaus realistisch und nachvollziehbar, wer gibt schon gerne zu ein schlechter Mensch gewesen zu sein? Außerdem ist Sam ziemlich dumm, denn sie steigt zu jemandem ins Auto, der alkoholisiert zu fahren gedenkt. Samantha ist meiner Meinung nach ein schlechter Mensch, der keine einzige gute Seite an sich hat. Auch wenn ihr ihre Opfer leid tun, so bricht sie doch nicht aus ihrer Gruppe aus und stellt sich gegen sie, indem sie sagt "Nein, das mach ich nicht, lasst sie doch einfach in Ruhe" oder indem sie ihren Freundinnen zeigt, dass ihr aller Verhalten falsch ist. Nein, es ist natürlich viel wichtiger, nicht selbst zum Außenseiter zu werden und da gibt man dem Gruppenzwang zum Mobbing einfach mal nach. Ich hatte kein Mitleid mit diesem Charakter, der sich im Grunde doch nur selber leid tat. Einige von euch könnten jetzt argumentieren, dass Sam sich doch im Verlauf des Buches geändert hat, aber ich halte dagegen, dass sie sich nicht ändern wollte, sondern es nur getan hat, um aus der Zeitschleife ausbrechen zu können. Die einzigen Szenen, die den Hauptcharakter sympathischer haben erscheinen lassen, waren die mit ihrer Familie und Kent, aber das hat sie nicht für mich gerettet, denn sie war in ihrem übrige Verhalten ja immer noch uneinsichtig.
Lauren Olivers Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, nicht kompliziert du daher auch für nicht-Englischkracks geeignet. Aber das ist ja sehr individuell und muss jeder Leser für sich selbst herausfinden.

Fazit

BEFORE I FALL bekommt 3 von 5 Herzen. Die Zeitschleifen-/"Und täglich grüßt das Murmeltier"-Taktik war zwar neu, aber nach einigen Wiederholungen auch wieder langweilig und langwierig. Samantha war ein ausgesprochen unsympathischer Hauptcharakter, der bis zuletzt durch seine Uneinsichtigkeit nicht sympathischer wurde. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Mobbingthematik einige Leute, die sich ähnlich wie Samantha und ihre Freundinnen benehmen, wachrütteln könnte und daher auch für den Schulunterricht bei entsprechenden problematischen Klassen und Jahrgängen geeignet sein könnte.

Trilo-Rezension: Shiver (Nach dem Sommer), Linger (Ruht das Licht), Forever (In deinen Augen) - Maggie Stiefvater

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, was denn bitteschön eine "Trilo-Rezension" sein soll oder vielleicht habt ihr es auch schon erraten oder anhand des Titels erkannt: Hier geht es um die Rezension einer kompletten Trilogie in einem Post. Deswegen empfehle ich auch nur weiterzulesen, wenn man die Trilogie bereits gelesen hat, da, obwohl ich mir Mühe gebe, euch nicht zu spoilern, allein vom Inhalt her etwas vorweggenommen wird.

Infos

Die Trilogie ist bereits komplett auf englisch (Scholastic) und deutsch erschienen, auf deutsch bildet sie den schöne Satz NACH DEM SOMMER (Shiver) - RUHT DAS LICHT (Linger) - IN DEINEN AUGEN (Forever) und ist im script 5 Verlag mit wunderschönen Covern erschienenen
Autorin: Maggie Stiefvater


Inhalte

SHIVER (NACH DEM SOMMER): Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf. Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.

LINGER (RUHT DAS LICHT): Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr. Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen. Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird.

FOREVER (IN DEINEN AUGEN): Der Frühling kehrt zurück nach Mercy Falls und mit dem Winter streifen die Wölfe ihre Pelze ab. Sam, nun fest in seiner menschlichen Haut verankert, hat die vergangenen Monate nur auf diesen Moment gewartet: Grace’ Rückkehr aus dem Wald. Doch ihr Glück währt kurz. Als man ein Mädchen findet, das von Wölfen getötet wurde, verfällt Mercy Falls in Hysterie. Auf einer Treibjagd sollen die Wölfe ein für alle Mal ausgerottet werden. Nun ist es an Sam, sein Rudel – seine Familie – zu retten. Zusammen mit Grace, Cole und Isabel fasst er einen verzweifelten Plan: Sie wollen die Wölfe umsiedeln, in ein Waldgebiet weit entfernt von menschlichen Siedlungen. Sam weiß, dass er dafür einen hohen Preis zahlen wird. Denn damit das Rudel ihm folgt, muss er seine menschliche Gestalt aufgeben.

Meine Meinung

Da ich die Trilogie ohne Unterbrechung durch ein weiteres Buch dazwischen, komplett hintereinander gelesen habe und meine Bewertung bei allen drei Bänden identisch ist, habe ich mich dazu entschieden, sie auch zusammen zu besprechen.
Die Liebesgeschichte zwischen Grace und Sam konnte mich nicht so berühren wie andere Leser, was sehr schade war, denn sie sind ein sehr schönes Paar, harmonisieren zusammen und sind wie zwei Teile eines Ganzen. Vielleicht war es mir auch einfach zu harmonisch und zu stimmig zwischen ihnen, da kam mir das Hin und Her und auf und ab zwischen Cole und Isabel schon realistischer vor, auch wenn es sehr berührt, wie Grace und Cole miteinander umgehen.
Was die wechselnden Perspektiven (Grace, Sam, Isabel, Cole) angeht, so konnte ich sie beim Lesen nicht auseinanderhalten und wenn ich mitten im Kapitel aushören musste zu lesen und später wieder angesetzt habe, konnte ich anhand der Wortwahl und des Stils nicht erkennen, welche Figur jetzt erzählt, der Stil der Autorin weißt meiner Meinung nach also keine Variation auf, obwohl sie einen sehr schönen, fließenden, angenehm und leicht zu lesenden Schreibstil hat, meiner Meinung nach können die Bücher also auch entsprechend problemlos auf englisch gelesen werden.
Grace und Sam waren von Anfang an liebenswerte Charaktere. Auf Graces Eltern hatte ich beim Lesen so einen Hals! Deren Verhalten war ja schon Vernachlässigung, Grace war so oft allein und auf sich gestellt und musste sich auch noch um die Eltern kümmern, zum Beispiel das Kochen übernehmen, weil ihre Eltern es einfach nicht gemach oder sich nicht geschert haben. Daher fand ich deren plötzliches autoritäres "Du bist minderjährig und tust gefälligst, was wir sagen!"-Verhalten unter diesen Gesichtspunkten lächerlich. Klar, unter den Umständen sind sie mal wachgerüttelt worden, aber ihre Vorwürfe Sam gegenüber waren vollkommen haltlos und nichts davon traf zu! Eltern, die ihr Kind auf sich allein gestellt dastehen lassen und sich nicht um es kümmern, solange alles so läuft, wie es ihnen passt, dann aber, wenn etwas ihnen ein Dorn im Auge ist, plötzlich ihre strenge Elternrolle entdecken, haben es eben schwer, dies durchzusetzen, sollten sich aber auch darüber klar werden und mal über ihr eigenes Verhalten nachdenken, anstatt anderen die Schuld zu geben oder die Verantwortung dem Kind zuzuschieben ("Du hast ja nie was gesagt!") und solche Eltern braucht in meinen Augen kein Kind! Isabel hingegen, die anfangs im ersten Band noch wie eine Antagonistin wirkt, habe ich schnell ins Herz geschlossen, sie ist viel facettenreicher als Grace und wirkt auf mich daher auch realistischer und authentischer, was auch für Cole gilt, der ebenfalls authentischer wirkt als Sam. mit Cole bin ich allerdings bis in den dritten Band hinein nicht warm geworden, weil er so oft arrogant, überheblich, zu distanziert und einfach nur unsympathisch und Ich-bezogen war und erst in FOREVER/IN DEINEN AUGEN aufgetaut und mir sympathischer geworden ist.
Der 3. Band war mein Lieblingsband der Trilogie, weil er der spannendste und aufregendste war und inhaltlich für mich am interessantesten war, was sowohl den generellen Inhalt, als auch die Beziehungen der Charaktere untereinander betrifft, zudem werden die Ereignisse ab Mitte/Ende von LINGER/RUHT DAS LICHT zunehmend dramatischer.


Fazit

Insgesamt kommt die Trilogie auf 3 von 5 Herzen. Zwar war sie teilweise ziemlich spannend, mitreißend und dramatisch, aber ich konnte nicht die Begeisterung für die Liebesgeschichte zwischen Sam und Grace aufbringen, die andere Leser so berührt hat. Da hat mir die Konstellation zwischen Isabel und Cole schon besser gefallen.
Alles in allem eine nette Trilogie, mit netten Liebesgeschichten, die mich aber auch nicht aus den Socken gehauen hat. Ich empfand die Geschichte auch mehr als Liebes- denn als Fantasygeschichte, würde die Trilogie also als eine Liebesgeschichte mit Fantasyelementen bezeichnen, so wie ich auch die BISS-Reihe bezeichnen würde.
Alle drei Bände bekommen von mir 3 von 5 Herzen.

Rezension: Deadlocked (Cocktail für einen Vampir) - Charlaine Harris

Infos

12. Band der Sookie Stakhouse Reihe, auf deutsch bereits vollständig bei dtv erschienen, auf englisch in 13 Bänden bei Ace erschienen.
Autorin: Charlaine Harris
Deutscher Titel: Cocktail für einen Vampir

Inhalt

Sookies Liebesleben steht mal wieder Kopf, denn auf einer Party, zu der Sookie später kommen sollte als eigentlich abgesprochen, erwischt sie Eric in Flagranti dabei, wie er das Blut einer anderen Frau trinkt. Kurze Zeit später wird eben diese Frau tot auf Erics Grundstück aufgefunden - und das in Anwesenheit des neuen Vampirkönigs von Louisiana, Arkansas und Nevada. Zusammen mit Bill muss Sookie die Unschuld ihrers Freundes beweisen und den wahren Täter ausfindig achen. Doch wieder einmal wird Sookie selbst zur Zielscheibe ....

Meine Meinung

Habe ich schon erwähnt, dass die Sookie Stackhouse Reihe mit jedem Band besser wird? Ja? Nun, es kann nicht schaden, das noch einmal zu wiederholen. ;-)
Wieder einmal tritt in diesem Band deutlich zutage, wie sehr sich Sookie durch die Ereignisse der Reihe verändert hat, dann von ihrer anfänglichen Unschuld und teilweise Naivität ist nichts mehr übrig, auch hat sie ihren positiven Blick aufs Leben einbüßen müssen, was schade ist, aber hier zeigt die Autorin sehr gut, dass die Ereignisse bei Sookie Spuren hinterlassen haben und eben nicht einfach so an ihr vorbeigehen. Dennoch schockiert ihre Abgebrühtheit und die Leichtigkeit, mit der sie selbst tötet und eine Leiche entsorgt. Hier wird deutlich: Von der alten Sookie ist nicht mehr viel übrig und sie scheint sich emotional immer mehr den Vampiren anzunähern, mit denen sie sich umgibt.
Dieser Band weicht von den vorherigen ab und zeigt die Entwicklung von Sookie und ihrer Beziehung zu Eric, denn im Gegensatz zu den Vorgängerbänden wird ihr Sexualleben nicht mehr so detailliert beschrieben und der Leser merkt deutlich, dass etwas zwischen den beiden im Argen liegt, ihre Beziehung wirkt zerrüttet und scheint sich ihrem Ende zuzuneigen.
Auch der 12. Band der Reihe um die telepathische Kellnerin hält die on der Autorin bekannten überraschenden Wendungen bereit und wer meine Rezension zum 11. Band gelesen hat, wird sich vielleicht erinnern, dass einige Fragen am Ende von Band 11 aufgeworfen werden - und in Band 12 wieder aufgegriffen und beantwortet werden. Wir erfahren, was es mit den Elfen/Feen auf sich hat und was sie planen, warum sich so viele von ihnen immer noch in der Menschenwelt aufhalten, obwohl doch angeblich alle in ihre Welt zurückgekehrt sind. Das hat mich insofern gefreut, als das dadurch zu erkennen ist, dass die Autorin einen roten Faden hat. Außerdem habe ich schon Bücher gelesen, die Fragen aufgeworfen, aber nie beantwortet haben, was ärgerlich ist.
Zudem taucht ein mysteriöser und machtvoller Gegenstand in Sookies Leben auf, der heiß begehrt wird und sie natürlich wieder einmal in große Gefahr bringt - für Spannung und Action ist also gesorgt! Und wieder einmal muss Sookie erleben, dass sie von jemandem, dem sie vertraut, hintergangen wird ...
Bill und auch Sam und mögliche Liebesbeziehungen zu den beiden treten in diesem Band auch wieder in den Vordergrund, was das Ende der Reihe, Sookies Liebesleben betreffend, mit Spannung erwarten lässt und traurigerweise auf ein Ende ihrer Beziehung zu Eric hindeutet.   

Fazit

Meiner Meinung nach ein gelungener 12. Band, bei dem Eric leider so wie in den ersten Bänden der Reihe vorkommt - wenig liebevoll Sookie gegenüber, vollkommen egoistisch, so als ginge es ihm gar nicht wirklich um SIE, sondern nur um das, was sie für ihn tun kann. Dieser Band hält ebenfalls eine Mischung aus Action und Spannung sowie von Sookies Alltagsleben bereit, bietet also eine schöne Mischung aus beidem, sodass der Leser auch mal längere Verschnaufspausen hat.
Das Ende von Band 12 lässt die Ereignisse in Band 13 mit Spannung erwarten - besonders was Sookies Liebesleben betrifft.
Insgesamt bekommt DEADLOCKED/COCKTAIL FÜR EINEN VAMPIR 4 von 5 Herzen.

Rezension: Dead Reckoning (Vampir mit Vergangenheit) - Charlaine Harris

Infos

11. Band der Sookie Stackhouse Reihe von Charlaine Harris. Die 13-teilige Reihe ist bereits vollständig auf Englisch (Ace) und Deutsch (dtv) erschienen.
Deutscher Titel: Vampir mit Vergangenheit
Autorin: Charlaine Harris
 


Inhalt

Es ist Frühling in Bon Temps, und er bringt für Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin, einige Enthüllungen, die ihr Leben ziemlich auf den Kopf stellen werden ... Wieder einmal scheint Sookie Probleme geradezu magisch anzuziehen. Diesmal wird sie Zeugin, als eine Brandbombe auf Sam Merlottes Bar geworfen wird. Alles deutet auf einen Überzeugungstäter hin, der es auf Gestaltwandler abgesehen hat. Doch Sookie glaubt nicht recht an diese einfache Lösung. Gemeinsam mit Sam versucht sie, den wahren Schuldigen zu finden. Außerdem lässt sie sich unvorsichtigerweise in die komplizierten Pläne der Vampire Eric und Pam hineinziehen, die sich ihres Meisters entledigen wollen. Kurz: Sookie lebt gefährlich wie eh und je!

Meine Meinung

 
Für mich wird diese Reihe mit jedem weiteren Band, den ich lese, besser und besser. In diesem Band steht die Beziehung zwischen Eric und Sookie vor großen Schwierigkeiten. Da Bill in diesem Band wieder eine stärkere Präsenz zeigt, frage ich mich immer noch, ob das etwa auf ein Ende von Seric hindeutet? Das wäre schade, aber durchaus denkbar, denn in DEAD RECKONING werden neben den Problemen des Paaren auch mehr und mehr Stimmen in Sookies Umfeld laut und ihre Freunde unternehmen Aktionen, die ganz klar zeigen, dass diese ihre Beziehung zu Eric torpedieren, weil sie diese nicht unterstützen, akzeptieren und schätzen. In diesem Zusammenhang war der kleine Auftritt von Alcide sowas von unnötig, die Erinnerung, dass jeder, auch er, Sookie und ihr spezielles Talent für seine Zwecke benutzen will hingegen nicht, denn wir haben bereits in früheren Bänden erlebt, wie sehr Sookies Talent begehrt wird - auch wenn sie ihre Hilfe gar nicht anbieten mag, das ist den übernatürlichen Wesen ja egal.
An diesem Band überrascht hat mich, wie schnell der Brandstifter gefunden wurde, denn ich hatte damit gerechnet, dass der Täter erst auf den letzten 20 Seiten ausfindig gemacht wird.
DEAD RECKONING/VAMPIR MIT VERGANGENHEIT hält die gewohnte Mischung aus Alltag und der Welt des Übernatürlichen bereit, thematisiert aber auch die zunehmenden Kämpfe und Kriege zwischen den Übernatürlichen Wesen. In diesem Band konzentrieren sie sich aber auf Vampire gegen Vampire.
Dieser 11. Band lässt den Leser jedoch mit einigen Fragen zurück. Wie wir wissen sind die Portale zwischen der Welt der Feen und der der Menschen verschlossen und eigentlich befinden sich keine Feen mehr außerhalb ihrer Welt, richtig? Tja, anscheinend nicht so ganz, den Claude treibt sich mit ziemlich vielen Feen rum und der Leser fragt sich, warum sich noch so viele Feen unter den Menschen befinden. Warum ist das so und was haben sie vor? Planen sie etwas, womöglich etwas, was wieder einmal darin enden wird, dass Sookie unfreiwillig in eine weitere blutige Auseinandersetzung hineingezogen wird? Die Antworten erwarten uns wohl in DEADLOCKED.
 


Fazit

DEAD RECKONING befasst sich neben den bereits gewohnten Kämpfen mit Beziehungsebenen. Die Beziehung zwischen Eric und Sookie, Auseinandersetzungen dieser mit ihre Umfeld aufgrund ihrer Beziehung zu Eric und auch Bill und Sookie nähern sich wieder an. Der Brand, der in der Inhaltsangabe als zentrales Ereignis dargestellt wird, von dem man erwartet, dass sich ein Großteil des Buches darum drehen wird, wird bereits anfangs des Buches gelegt und der Brandstifter auch sehr schnell gefasst. Dieses Buch lässt den Leser zudem mit einigen Fragen zurück, die wohl den Inhalt des nächsten Sookie Stackhouse Bandes bilden werden.
Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Herzen an DEAD RECKONING/VAMPIR MIT VERGANGENHEIT