Donnerstag, 23. März 2017

Nachzuholende Rezensionen - ein Update

Am 23.2. gab es den ersten Post aus der Rubrik "Nachzuholende Rezensionen oder 2017, das Jahr der Rereads". Falls ihr den Post nicht gelesen haben solltet oder noch einmal reinschauen möchtet, verkünde ich ihn euch hier. *klick*

Heute soll es, wie bereits angekündigt, ein Update zu den Büchern geben, die noch zu rezensieren sind. Ich weiß, dass die Liste nahezu endlos ist und ihre geballte Zahl mich schier erschlagen wird, also werde ich auch hier wieder nur ein paar weitere Exemplare hinzufügen, diesmal davon ausgehend, zu welchen Büchern einer Trilogie oder Buchreihe bereits eine Rezension auf dem Blog geschrieben wurde, wo ich also fortsetzen oder einen früheren Band besprechen müsste. Als nächstes hatte ich geplant, dass ich dann nach Autoren schaue, von denen ich bereits Bücher rezensiert habe und dann an der Front weiterarbeite, beziehungsweise weiter die Liste fülle.

Sonntag, 19. März 2017

Buchgedanken: Buchreihenfortsetzungen oder wenn Autoren ihre eigenen Bücher kaputt schreiben



Heute ist es wieder Zeit für einen neuen Buchgedanken-Post. Ich habe mir Gedanken zu Buchreihen, die sich eventuell selbst zerstören gemacht. Das ist zugegeben etwas stark ausgedrückt. Aber jeder von uns kennt doch bestimmt mindestens eine Reihe, die anfangs auf weniger Bände ausgelegt gewesen ist, als am Ende publiziert wurden. Und wie bei einer TV-Serie, die Staffel um Staffel verlängert wird, tut das auch einer Buchreihe in Bezug auf die Qualität nicht immer gut oder doch? 


Freitag, 17. März 2017

Rezension: The Mortal Instruments - City of Glass (Die Chroniken der Unterwelt - City of Glass) von Cassandra Clare

Der Dritte Band einer 6-bändigen Buchreihe von Cassandra Clare, bereits vollständig auf englisch (Margaret K. McElderly Book/Walker Books Ltd.) und deutsch (Arena) erschienen. Die Bücher sind jeweils gebunden, als Taschenbuch, als ebook und als Hörbuch erhältlich. Von den deutschen Ausgaben einmal abgesehen dürften die Preise wohl je nachdem, wo ihr das Buch kauft, variieren. 


City of Ashes
City of Fallen Angels
City of Lost Souls
City of Heavenly Fire



In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erst einmal verraten …




Zum Cover: Es passt in das Schema der bisher erschienenen Bände. Eine Stadt im Vordergrund, im Hintergrund ein Mensch, diesmal ein junger Mann mit einem Schwert (Sebastian?). Es ist nichts Spektakuläres und ich weiß ganz ehrlich nicht, ob es mich, wenn ich nicht durch YouTube auf die Buchreihe aufmerksam und neugierig gemacht worden wäre, genügend angesprochen hätte, dass ich mich näher damit beschäftige.
All the feels! Dieses Buch löst beim Leser so viele Emotionen aus und es geht auch um ganz viele Emotionen: Liebe, Trauer, Freundschaft, Verrat, Verlust, Selbstfindung und Selbstfindungsschwierigkeiten, Angst, ... Cassandra Clare hat es hierbei geschafft genau die richtige Mischung aus den Gesprächen, in denen sich die Charaktere ihre Gefühle gegenseitig offenbart haben, beziehungsweise Stellen, in denen es sehr stark um Gefühlsempfindungen und -regungen ging und Gefechten zusammen zu stellen. Keines von beiden nahm auch nur an einer Stelle Überhand und CITY OF GLASS hat auch nicht vor Schmalz getrieft. Die "verbotene Liebe" zwischen Jace und Clary ist in wunderschöne Worte gefasst worden. Auch wenn eine Liebe zwischen Bruder und Schwester verboten ist, vor allem unter dem Gesichtspunkt der Fortpflanzung, weil sich dadurch beschädigte Gene und somit Erbkrankheiten, etc. dominant ausprägen können, weil sie ja wenn beide das defekte Gen haben, gleich mit geballter Kraft vorwärts preschen, wollte man als Leser unbedingt, dass die beiden zusammen kommen, da war es dem Leser relativ egal, dass sie nicht durften, weil man durch Cassandra Clares Schreiben gespürt hat, dass Jace und Clary zusammengehören.
Was mir an Cassandra Clares Schreibstil so gut gefällt ist, dass sie so wunderschöne Worte, Sätze und Ausdrücke verwendet, es stecken, auch wenn viele Menschen dem Fantasy-Genre keine große weltverändernde Bedeutung beimessen, echt Lebensweisheiten darin, beispielsweise, dass es nicht auf den Namen ankommt, den ein Mensch hat, sondern dass ihm dieser Name von einem Menschen gegeben wird, der einen liebt (da ich mich gerade mit Namen für den Nachwuchs beschäftige, hat mich dieser Satz natürlich besonders angesprochen. ;-)). Ich habe mir beim Lesen viele Sätze markiert, die mir aus der Seele gesprochen haben oder die ich, weil ich sie als so zutreffend und berührend empfunden habe, gleich mehrmals gelesen habe.
Der Perspektivenwechsel zwischen den einzelnen Charakteren war ebenfalls extrem gut ausgearbeitet, sodass es immer spannend blieb, die einzelnen Schauplätze aber nicht so in die Länge gezogen wurden, dass es langweilig wurde oder sich der Leser trotzig gefragt hat, wann es denn jetzt endlich wieder du Simon/Jace/Clary zurückgeht.  Die Autorin hat immer den richtigen Zeitpunkt zum Wechsel gefunden.
Auch hat Cassandra Clare wunderbar mit der Angst der Leser gespielt. Sie hat es super hingekriegt, dass es beim Lesen so darzustellen, dass ich um einzelne Charaktere, zum Beispiel Isabelle, richtig Angst bekommen habe und wie viele Autoren hat sie es auch geschafft, ihre Leser durch Andeutungen in dem Glauben zu lassen, dass diesem oder jenem Charakter etwas Furchtbares zugestoßen sei, bis zur bestätigenden oder negierenden Aufklärung.
Ich habe jetzt schon mehrmals gehört, dass THE MORTAL INSTRUMENTS/DIE CHRONIKEN DER UNTERWELT ursprünglich als Trilogie geplant war und so liest sich auch der Endteil des Buches. Ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende wie der Leser es vom Abschlussband erwartet. Aber es geht ja noch weiter und die gute Qualität ist auch in den Folgebänden zu halten, ansonsten sollten Autoren es lieber bei fantastischen drei Bänden belassen, anstatt sich ihre eigene Reihe mit weiteren Bänden kaputt zu schreiben (eine Angst, die ich um den herannahenden neuesten SKULDUGGERY PLEASANT Band habe).
In diesem Band habe ich, auch wenn sie eigentlich gar nicht so sehr im Vordergrund stand, Isabelle sehr ins Herz geschlossen. Der Leser lernt sie besser kennen und lernt ihre Art zu verstehen, dass sie eigentlich Freundinnen möchte, aber aufgrund ihres Lebens eigentlich gar keine Chance hatte, Freundschaften zu schließen und dass sie im Umgang mit Jungs ganz klar andere Mädchen als Konkurrenz angesehen hat und eher auf Vergleich aus Ausstechen als auf Anfreunden fokussiert war. Ich hoffe, dass aus ihr und Clary dicke Freundinnen werden, Isabelle kommt mir da etwas einsam vor und ich denke, eine echte Mädelsfreundschaft würde ihr guttun. Besonders menschlich hat sie im Zusammensein mit ihrem Bruder Max gewirkt. Sie ist die große Schwester, die ihren kleinen Bruder liebt und beschützen will, auch wenn sie ihn manchmal nicht ganz ernst nimmt und bevormundet beziehungsweise seine Worte so ein bisschen abtut. Bei Alec wirkt sie auch als kleine Schwester im Allgemeinen eher gleichgestellt, vielleicht auch weil sie einfach nicht auf ihren großen Bruder hört. xD Bei Max hat man ihre warme, weiche Seite gesehen und das hat sie mir menschlicher und sympathischer erscheinen lassen.
Simon der Daylighter wird immer Kick-Ass mäßiger. Anfangs war er der schüchterne Nerd, den man im Notfall als Fahrdienst ruft, der immer für seine Freunde, allen voran Clary, da ist, der aber eher am Rande steht. Mit jedem Band rückt er mehr ins Zentrum und ist nicht nur bereit, sich zu opfern, er liefert den Dämonen einen Kampf, der sich gewaschen hat. Auch ist er, obwohl er ja jetzt als Downworlder das Recht hat, keine Moral mehr zu haben und nur auf seinen eigenen Vorteil aus zu sein, jedenfalls wird dieses Bild von vielen Downworldern und insbesondere Vampiren durch die Schattenjäger publiziert, immer noch moralisch integer und stellt sich ganz klar gegen das Unrecht, auch wenn er dadurch selbst in Lebensgefahr gerät, so wird er niemals zum Verräter.
Zu Sebastian kann ich nur sagen, dass er mir von Anfang an ein wenig meschugge vorkam und ich ihn gerne in die Psychiatrie eingewiesen hätte, um ihn mal ordentlich durchchecken zu lassen. Dieses obsessive und besitzergreifende hat bei mir von Anfang an ein mulmiges Gefühl verursacht. Jace und Alec hatten Recht damit, ihm mit Misstrauen zu begegnen. Clary könnte dagegen ruhig mal etwas weniger vertrauenswürdig sein, sie macht immer noch einen leicht naiven und leichtgläubigen Eindruck in dieser Richtung.
Was mir einerseits gefallen und andererseits missfallen hat ist, dass wir vom kurzen, alles entscheidenden Kampf, nicht so viel mitgekriegt haben. Gefallen hat mir daran, dass so auch der Leser real den Eindruck hatte, dass der Kampf eben wirklich nur sehr kurz war, aber ich hätte auf der Genreebene erwartet, dass wir neue, vielleicht eher außergewöhnliche Dämonen in atemberaubenden kleinen oder größer angelegten Kämpfen beschrieben bekommen würden und das fiel eher mager aus und war zwar in den Kämpfen vor dem Finale ansatzweise vertreten, beim Finalkampf, wo ich es erwartet hatte, jedoch gar nicht.
Die Handlung hat sich in einem angenehmen Tempo entwickelt. Klar, manches zog sich etwas länger, wie Lukes und Clarys Reise nach Alicante, aber besonders die interessanten Stellen, in denen es ums Kämpfen, um Pläne, um die tiefe der Charaktere und ihrer Gefühle ging, warenweher zu kurz, noch zu lang abgefasst. Das Ende hat im Verhältnis zum Rest des Buches auch eine angemessene Länge und der Leser kommt auf seine Kosten. Es gibt einen roten Faden, dem gefolgt wird und die Autorin hat bisher noch nicht gegen ihre selbstaufgestellten Gesetze und Regeln verstoßen. CITY OF GLASS wartet mit genau der richtigen Mischung aus Spannung und Emotionen auf, letztere werden beim Lesen auf den Leser übertragen und es ergibt sich alles in allem ein rundes Bild vom dritten Band.

Ich kann nicht meckern. Ein spannendes Buch, dass den Leser auch emotional mit auf die Reise nimmt, das auch einen perfekten Abschluss für die Schattenjäger gebildet hätte und mir ganz und gar positiv in Erinnerung bleiben wird. THE MORTAL INSTRUMENTS - CITY OF GLASS wird mit 5 Babyfläschchen bewertet. 🍼🍼🍼🍼🍼

Die Punkteverteilung im Einzelnen:
Cover: 1
Schreibstil: 10
genrespezifische Aspekte: 1
Charaktere: 15
Handlung: 15
Ende: 10
Gesamtpunktzahl: 52 von 60 Punkten


Sonntag, 12. März 2017

Update #2: SuB für die Nimm12-Challenge von ReadingVanni und Nicole

In diesem Post habe ich euch von der Nimm12-Challenge von ReadingVanni und ihrer Freundin Nicole erzählt und meinen SuB für die Challenge aufgelistet. In diesem Post gab es das erste Update zum SuB und ich habe euch verraten, welches Buch das Challenge Buch für den Monat Februar war. Heute ist es Zeit für ein weiteres Update, da der März ja auch schon fast zur Hälfte rum ist und ich das Buch für diesen Monat bereits gelesen habe. ;-)

Freitag, 10. März 2017

Rezension: The Mortal Instruments - Cit of Ashes (Die Chroniken der Unterwelt - City of Ashes) von Cassandra Clare

Band 2 einer 6-teiligen Reihe von Cassandra Clare, die bereits auf englisch (Margaret K. McElderry Books) und auf deutsch (Arena) vollständig erschienen ist. Gebunden kosten die Bücher 17,99€ bzw. 17,95€ und als Taschenbuch 7,99€ bzw. 13,99€. ebooks und Hörbücher sind ebenfalls erhältlich.


Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Doch was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als der Unterwelt den Rücken zuzukehren. Doch als ihr Bruder Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal - und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.

Freitag, 3. März 2017

Rezension: A casual vacancy (Ein plötzlicher Todesfall) von J.K. Rowling

Der Einzelband ist 2012 bei Little Brown and Company erschienen, im selben Jahr erschien die deutsche Übersetzung im Carlsen Verlag. Dies ist J.K. Rowlings erster Roman für Erwachsene, der gebunden 24,90€ und in der Taschenbuchausgabe 8,95€ auf englisch und 11,99€ auf deutsch kostet. Ein Hörbuch ist ebenfalls erschienen. 


Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?